Bürstadt

Wahlkampf Mehr als 200 Besucher verfolgen Auftritt des AfD-Politikers in Bürstadt / Direktkandidaten melden sich zu Wort

Gauland erhält in Bürstadt viel Applaus

Archivartikel

Bürstadt.Auf 200 Gäste bezifferte ein Bürstädter AfD-Mitglied die Zahl der Besucher, die zum Auftritt des Bundesfraktionsvorsitzenden Alexander Gauland ins Bürgerhaus gekommen sind. Die Polizei spricht von etwa 270. Vor allem graue Köpfe waren in den Stuhlreihen zu sehen, und in der Hauptsache Männer. Sie alle bekamen von der Gegendemonstration in Bürstadt kaum etwas mit: Dicke Vorhänge bedeckten die Fenster zum Bürgerhauspark.

Gauland schlug dabei einen Bogen vom abgesetzten Verfassungsschutzchef Maaßen über den „Messermord in Chemnitz“ bis hin zur „Migrationsfrage“. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete er als „Herrscherin“, die Maaßen abgestraft habe, weil er seine Meinung äußerte. „Die einzige Hetzjagd, die stattfand, ist die der Medien auf die Sachsen“, bezog er sich auf die Vorkommnisse in Chemnitz. Deutschland befinde sich im Überlebenskampf, weil ein „Bevölkerungsaustausch“ bevorstehe. Nach seiner etwa 45-minütigen Rede erhielt er donnernden Applaus im Stehen.

Zuvor hatte der Bergsträßer Direktkandidat Rolf Kahnt seinen Auftritt. Er sah eine Bildungskatastrophe auf Deutschland zukommen. Abiturienten werde es grundsätzlich zu leicht gemacht, ansonsten könnten nicht so viele mit Bestnoten abschließen. Er hofft, auf ein zweistelliges Wahlergebnis.

Auch Direktkandidat Stefan Adler meldete sich zu Wort – und berichtet seine Sicht der Dinge beim Wahlkampfauftritt der AfD in Auerbach: Er habe gewaltbereite, linke Gruppen ausgemacht, die beleidigende Schmährufe skandierten. „Das waren Krawalltouristen aus dem gesamten Bundesgebiet“, ist er sich sicher. Die 300 Demonstranten in den vorderen Reihen kenne er schon von anderen Kundgebungen. sbo

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional