Bürstadt

90. Geburtstag Zahlreiche Gratulanten bei Friedrich Müller

Geburt des Urenkels größtes Geschenk

Archivartikel

Bobstadt.Als Friedrich Müller vor 90 Jahren geboren wurde, feierten die Katholiken in Bobstadt Maria Lichtmess, der Rhein war zugefroren und auf der Eisfläche drehte ein Karussell zur Freude der Kinder seine fröhlichen Runden. „Ich bin ein Sonntagskind“, erklärte der Senior gut gelaunt.

Der Jubilar freute sich über zahlreiche Gratulanten und den Besuch von Stadtverordnetenvorsteher Ewald Stumpf und Bürgermeisterin Bärbel Schader. „Ich habe ihm an seinem 85. Geburtstag versprochen, ihn zum 90. Ehrentag wieder zu besuchen“, sagte Schader. Sie hatte ein Geldgeschenk dabei und Glückwunschschreiben der Stadt, des Kreises und des Landes Hessen. „Wichtiger als all diese Schreiben ist, dass sie selbst gekommen sind“, freute sich Friedrich Müller.

Er erinnerte sich an den Weltkrieg und den Tod eines Bruders am letzten Kriegstag. Seine Gedanken galten aber auch seiner verstorbenen Frau, die ihm zwei Töchter geschenkt hatte. Lange hatte der ehemalige Arbeiter bei der Zellstofffabrik seine Herzensdame in ihren letzten Lebensjahren gepflegt.

Heute braucht er selbst Hilfe, auch wenn er immer noch in den eigenen vier Wänden in der Waldstraße zu Hause ist. Dort schaut die Familie – mittlerweile hat diese sich um acht Enkel und zwei Urenkel vergrößert – regelmäßig bei ihm vorbei. Außerdem bekommt er sein tägliches Essen jeden Tag „auf Rädern“ angeliefert. Und die Mitarbeiter der Sozialstation besuchen ihn gerne. Eine Reinigungshilfe hält den Haushalt in Ordnung. Auch die Freunde sind oft bei Müller zu Gast. Zudem besucht Friedrich Müller gerne das Seniorentreffen im Stadtteil.

Sein 90. Geburtstag wurde zudem von der Geburt eines Urenkelkindes gekrönt. „Ich will 100 Jahre alt werden“, machte er seine Pläne für die Zukunft unmissverständlich deutlich. Fell

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