Bürstadt

Religion Bibliser Pfarrgemeinde bietet einmal im Monat einen Kinderkirchenmorgen an

Glauben spielerisch entdecken

Archivartikel

Biblis.Kirche und Gott spielerisch entdecken, kleine Impulse für den Alltag erleben und kreativ sein, dies alles verbindet ein neues Konzept, das von der evangelischen Kirchengemeinde Biblis seit ein paar Monaten angeboten wird. Kinder ab sechs Jahren werden einmal im Monat zum „Kinderkirchenmorgen“ eingeladen, bei dem ein gemeinsames Frühstück mit anschließendem Minigottesdienst sowie Spielen, Basteln und Spaß verbunden werden.

Die Idee, den Kinderkirchenmorgen in Biblis zu einzuführen, hatten Gemeindepädagogin Dorothee Engelhardt und die langjährige Kindergottesdienst-Mitarbeiterin Silke Wetzel. „Das Angebot für die Jungschar wurde nicht gut angenommen, die Gruppe gibt es jetzt nicht mehr. Ebenso kamen immer weniger Kinder zum Kindergottesdienst vorbei. Doch beides einfach wegfallen lassen, wollten wir auch nicht“, erzählte Engelhardt. Als Kombination von „Gottesdienst“ und „Kreativität“ wird dies nun mit dem Kinderkirchenmorgen umgesetzt.

Einmal im Monat samstags findet dieser statt, zweieinhalb Stunden dauern die Treffen. „So können wir mit den Kindern in Ruhe den Vormittag gestalten. Und Eltern haben am Samstagmorgen Zeit, andere Dinge zu erledigen“, sagen die beiden Betreuerinnen, die gemeinsam mit Jessica Wetzel, Erzieherin im Anerkennungsjahr, ein Team bilden.

Gemeinsames Frühstück

„Den Kindern gefällt vor allem das gemeinsame Frühstücken, der Start in den Tag“, berichtete Silke Wetzel. Der Ablauf der Treffen sei immer gleich: Nach einer Begrüßung geht es mit einem Teil der Kinder zum Einkaufen, während die anderen den Tisch decken. Zusammen wird alles im evangelischen Gemeindehaus zum Verzehr vorbereitet und dann gemütlich gefrühstückt.

„Alle helfen beim Aufräumen dann natürlich auch mit“, sagte Wetzel. Mal wird am Tisch gegessen, mal gibt es ein Picknick im Garten, oder es werden Plätzchen gebacken sowie Pizza selbst gemacht. Schließlich folgt Zeit zum freien Spielen, bevor der Minigottesdienst stattfindet. Dieser steht immer unter einem anderen Thema, das zugleich mit den Kindern gemeinsam erarbeitet und gestaltet wird, im Anschluss erfolgt ein passender Kreativteil.

Es wurde bereits die Erlebnisausstellung zum Reformationsjubiläum in der evangelischen Kirche besichtigt und Turnbeutel bemalt. Ein anderes Mal standen „Die Samariterin am Brunnen“ oder „Das Gleichnis vom Sämann“ auf dem Programm. Die Kinder erhielten Pflanzen-Sets mit unterschiedlichen Samen. Zu Pfingsten ging es um den „Geburtstag der Kirche“. Die Kinder backten Leckereien und gestalteten kleine Geschenkbilder mit guten Wünschen, die im Gemeindehaus aufgehängt wurden.

Diesmal lautet das Thema „Stillung des Sturms“. In der Kirche sitzen die Kinder um ein blaues Tuch, das Wasser symbolisiert, daneben das Boot mit Jesus und seinen Jüngern. Die Kinder lassen das Boot ablegen. „Die trauen sich was mit der Bootsfahrt“, ist hier zu hören. Das Wetter schlägt um, die Kinder erzeugen mit blauen Tüchern Wellen und stimmen Wind- und Sturmgeräusche an. Die Jünger sind verzweifelt, schreien nach Hilfe und werden gehört. „Habt keine Angst! Ich bin doch für euch da, und Gott ist da, auch, wenn es um euch stürmt, tobt und donnert“, ist zu hören. Nach dieser Geschichte falten die Kinder aus Aquapapier kleine Boote, die sie mitnehmen dürfen.

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