Bürstadt

Kirche Pfarrgruppe Bürstadt bereitet sich auf Besuch von bis zu 60 Gläubigen pro Kirche vor / Keine Prozession an Fronleichnam / Freiwillige Ordner gesucht

Gottesdienst feiern – mit Abstand und ohne Gesang

Bürstadt.An Christi Himmelfahrt geht’s los: Die ersten katholischen Gottesdienste in St. Michael und St. Peter beginnen. „Wir werden sehen, wie das geht, und ob wir die Gottesdienste so gestalten können. Auf jeden Fall wird es anders als sonst – auch für mich“, meint Pfarrer Peter Kern nach Abstimmungen mit den Pfarrgemeinderäten, den Gemeindereferenten sowie allen Engagierten der Pfarrgruppe.

In beide Kirchen dürfen jeweils 60 Personen kommen: am Feiertag um 10.30 Uhr. In St. Michael findet die Messe mit Kommunion statt, während in St. Peter ein Wortgottesdienst mit Familien im Freien geplant ist. „Die ersten beiden Messen an Himmelfahrt und am Sonntag, 24. Mai, in St. Peter werden ausschließlich für die Kommunionkinder und deren Familien reserviert sein. Die beiden Termine sind also schon ausgebucht“, sagt Gemeindereferentin Iris Held. Die Erstkommunion könnte vielleicht im September nachgeholt werden.

Erst für die nächsten Gottesdienste in St. Peter können sich Gläubige in den Pfarrbüros ab Montag vor dem Wunschtermin zu den bekannten Öffnungszeiten anmelden. Es gebe auch in jeder Kirche Vorabendmessen am Samstag. „Wir brauchen für einen Termin jeweils vier Ordner, die die Listen kontrollieren und die Leute zu den Plätzen führen. Für die Kindermesse ist jeweils ein Ordner im Einsatz“, so Pfarrer Kern. Dafür werden noch Freiwillige gesucht, sie müssten nicht mal katholisch sein. Interessenten können sich in den Pfarrbüros melden.

Die Fronleichnamsprozession fällt ebenfalls Corona zum Opfer. „Wir überlegen, an St. Peter einen Altar aufzubauen und dort den Gottesdienst zu halten – wenn möglich im Freien“, so der Pfarrer. Die Prozession hätte von St. Michael nach St. Peter geführt. Ebenso gestrichen werden müssen die Flurprozessionen im Vorfeld samt den Messen in der Wendelinus- und der Marienkapelle. „Da gibt es keine Möglichkeit, den Abstand auch nur ansatzweise einzuhalten“, bedauert Kern.

In Sachen Pfarrfest sei aber das letzte Wort noch nicht gesprochen, zumindest in St. Michael, wo am ersten Septemberwochenende der Bazar ansteht. „Es sind definitiv Großveranstaltungen. Vielleicht haben wir Glück, dass es dann wieder erlaubt ist“, hofft Kern.

Dass bei Gottesdiensten nicht gesungen werden darf, werde sehr ungewohnt, meint Kern. Vielleicht singe der Organist, für die Gemeinde sei es nicht erlaubt. „Wir schauen, ob wir für die Kindergottesdienste musikalische Unterstützung finden können, damit es lebendiger wird“, sagt Iris Held. Es sei definitiv ein Neuanfang und werde anders als bisher. Die Kommunion will Pfarrer Kern mit der Hand austeilen – mit großem Abstand. Es gebe Linien auf dem Boden, die nicht übertreten werden sollen. „Ich kann ja etwas ab und zu geben, wenn die Arme nicht so lang sind“, merkt er an.

Der Pfarrer appelliert an die Risikogruppen, besser daheim zu bleiben und sich lieber einen Fernsehgottesdienst oder Live-Stream im Internet anzuschauen. Das Angebot für ein stilles Gebet in St. Michael werde derweil gut angenommen. „Man sieht es an den vielen Kerzen, die brennen“, bestätigt die Gemeindereferentin. Am Kreuz, das vorn am Eingang liegt, würden immer viele Fürbitten abgegeben. cid (BILDer: cid)

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