Bürstadt

Selbsthilfegruppe Erstes Treffen in Bürstadt geplant

Guter Rat nach einem Schlaganfall

Bürstadt.Hans-Dieter Niepötter hat es geschafft. Seine Schlaganfall-Selbsthilfegruppe ist im Oktober 2017 gegründet worden. Am 18. Januar steht das erste der regelmäßigen Treffen an. „Es wurde der Wunsch geäußert, dass wir uns in Bürstadt oder Lampertheim treffen, denn aus diesen beiden Städten kamen die meisten Teilnehmer beim Gründungstreffen in Heppenheim“, berichtet Hans-Dieter Niepötter.

Er hat sich daraufhin auf die Suche nach geeigneten Räumen gemacht und ist im Altenpflegeheim St. Elisabeth in Bürstadt fündig geworden. Es gab ein Gespräch mit Heimleiter Günter Schwering, der einen Gruppenraum am Briebelsaal vorschlug. „Dort werden wir uns jeden dritten Donnerstag im Monat von 17 bis 19 Uhr treffen. In dem Raum können auch sehr persönliche Themen besprochen werden, weil er abgeschieden vom übrigen Geschehen im Heim liegt“, so der 59-Jährige. St. Elisabeth habe zudem den Vorteil, dass alles barrierefrei sei. Außerdem seien genügend Parkmöglichkeiten vorhanden.

Nicht nur Betroffene, auch Angehörige sind willkommen. „Die trifft es meist besonders, wenn beispielsweise der Partner einen Schlaganfall erleidet. Sie sind dann oft orientierungslos. Dann tut es gut, wenn man sich mal aussprechen kann“, weiß Niepötter aus eigener Erfahrung. Seine Ehefrau Christel hat ihm in der schlimmen Zeit sehr geholfen.

In so einer Zeit sei es wichtig, mit jemanden zu reden, der einen klareren Blick auf die Dinge habe. Niepötter ist auch Ansprechpartner für diejenigen, die noch nicht wissen, ob sie zur Selbsthilfegruppe kommen wollen. „Denen möchte ich die Schwellenangst nehmen“, betont der 59-Jährige. Er wünscht sich, dass Ärzte, Therapeuten, Entspannungstrainer oder auch Rechtsanwälte Vorträge halten. Aber aus der Gruppe sollen Vorschläge für Aktivitäten und Themen kommen.

Bisher gibt es zehn Teilnehmer. Die bei Ärzten und Therapeuten ausgelegten Flyer hatten wenig Rücklauf gebracht. Künftig sollen gezielt in den Krankenhäusern in Heppenheim oder Worms Flyer ausgelegt werden. „Im Mai gibt es in Bensheim einen Tag, an dem sich Selbsthilfegruppen präsentieren können. Da werden wir auch dabei sein“, kündigt Niepötter an.

Er möchte die Gruppe öffnen für alle, die ähnliche Symptome haben wie beim Schlaganfall – etwa nach einer Gehirnblutung oder einem Schädel-Hirn-Trauma. Außerdem möchte er neue Therapieformen kennenlernen. cid

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