Bürstadt

Pfeil- und Bogen-Club Bürstadt Europa- und Deutsche Meisterschaft Feld und Jagd in Hohegeiß/Harz

Harry Schweigkoffer holt Medaille

Bürstadt.Über 600 Schützen aus 26 Ländern waren in das kleine 900-Einwohner Dorf Hohegeiß im Harz gereist, um an der Europameisterschaft Feld und Jagd teilzunehmen.

Das Ausrichten der 50. Europameisterschaften der IFAA (International Field Archery Association) bedeutete eine logistische Spitzenleistung. Ein Lob an dieser Stelle für die Organisatoren und die vielen Helfer. Eigens für diese Veranstaltung waren ein kleiner Vergnügungspark und ein großes Festzelt aufgebaut worden, in dem schon am Sonntag die Eröffnungsfeier stattfand. Mit dem Marsch der Nationen durch das Dorf und der offiziellen Ansprache durch den Vizepräsidenten der IFAA, Stephen Kendrick, wurden die Spiele eröffnet.

Für die folgenden fünf Tage war täglich ein neuer Parcours mit jeweils 28 Zielen vom Veranstalter in den Harzer Wald gestellt worden. Mit Bussen wurden die Teilnehmer zu den Sammelstellen der Parcours gebracht. Von dort ging es zu Fuß zu den vorgegebenen Startplätzen. Im Laufe des Tages kamen zwischen fünf und sechs Kilometer Laufweg zusammen. Dies scheint nicht so viel zu sein, da aber ständig bergauf und bergab gelaufen wurde, waren die Parcours sehr fordernd. Auch das Wetter tat sein Übriges. In der Nacht wolkenbruchartige Niederschlage, die den Boden aufweichten bis hin zum Schlammfeld, und am Tag Sonnenschein, der die Feuchtigkeit in der Luft auf unangenehme Prozentzahlen brachte.

Platz acht nach erstem Tag

Am Montag stand die Feldrunde an. Hier wird auf schwarz-weiß geringelte Scheiben geschossen, die für alle Klassen auf Entfernungen zwischen sechs und 73 Metern stehen. Bei der weitesten Entfernung hat die Scheibe einen Durchmesser von nur 65 Zentimetern. Nicht genug, dass die Scheiben so klein und die Entfernungen so groß sind, werden die Schüsse bergauf oder bergab durchgeführt. Und dies zum Teil mit einem unsicheren Stand, da man mitten im Hang stand und der Boden ziemlich aufgeweicht und rutschig war. Harry Schweigkoffer, der Blankbogenschutze des Bürstädter Pfeil- und Bogen-Clubs, konnte sich am Ende des Tages mit 328 Ringen auf Platz acht einsortieren.

Der Dienstag stand im Zeichen der Jagdrunde. Hier besteht das Ziel aus einer schwarzen Scheibe, die nur einen weißen Innenpunkt aufweist. Auf den langen Entfernungen (bis zu 64 Meter) ist nur noch dieser zu sehen, was das Zielen noch weiter erschwert. Mit 317 geschossen Ringen konnte Schweigkoffer den achten Platz weiter halten. Mittwochs waren die Tierbilder dran. Auf Entfernungen bis zu 55 Metern wird die Bogenjagd simuliert. Es lief gut an diesem Tag für den Bürstädter. Mit 454 erzielten Ringen konnte er einen Platz gutmachen.

Diese ersten drei Tage der Europameisterschaft wurden vom Deutschen Feldbogen Sportverband (DFBV) als Deutsche Meisterschaft gewertet. Mit ansprechenden Ergebnissen konnte Schweigkoffer Platz drei für sich verbuchen und am Abend im Festzelt die Bronzemedaille in Empfang nehmen.

An den beiden folgenden Tagen waren erneut je eine Feld- und eine Jagd-Runde zu bewältigen. Mit 314 Ringen am Donnerstag konnte Schweigkoffer wieder einen Konkurrenten hinter sich lassen. Am Freitag hieß es nun, keine anderen mehr vorbeizulassen, da die Lucke zu groß war, um einen weiteren Ptatz nach vorne zu kommen.

Auf der letzten Scheibe fiel die Entscheidung zugunsten von Schweigkoffer. Auf Platz sieben hatte er zwei Ringe und auf Platz acht drei Ringe Vorsprung. Und dies nach fünf Turniertagen und über 500 geschossenen Pfeilen. Fazit: Mit Platz drei in Deutschland und Platz sechs in Europa war das Ergebnis als sehr erfolgreich zu verbuchen. zg

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