Bürstadt

Heimat- und Carnevalverein Mehr als 400 Narren feiern beim Familienfest mit / Horst Kunkel zum Ehrensenator ernannt

HCV feiert rauschende blau-weiße Party

Archivartikel

Bürstadt.Der Heimat- und Carnevalverein (HCV) baut zwar gerade sein Vereinsheim aus, um mehr Platz zu haben – für die Feier des alljährlichen Familienfestes hätte es dennoch nicht ausgereicht: Im blau-weiß geschmückten Bürgerhaussaal tummelten sich mehr als 400 HCV-Mitglieder.

Der Heimat und der Narretei verpflichtet, erhob sich das Publikum beim Einmarsch von Vorstand, Elferrat, Gardemädels und Prinzenpaar Sabine III. und Michael II. Präsident Patrick Brenner und sein Vize Damiano Brucato frönten als sprachgewaltige Moderatoren ihrer Passion für lockere Sprüche, witzige Überleitungen und fröhlich-freche Bemerkungen. Sogar als echte „Bäschdädder Babbler“ hatten sie es drauf – selbst auf Englisch, Deutsch oder gar Italienisch. Letzteres war der angereisten sizilianischen Verwandtschaft von Brucato geschuldet. Aber auch die Rede des amtierenden Prinzenpaares zündete, und dafür schallten direkt drei kräftige Helau durch den Saal.

Höchstes Lob verdienten sich auch die Beiträge von Vereinschef Frank Reichmann sowie die Laudatio von Ehrenpräsident Roger Wulff auf HCV-Urgestein Horst Kunkel, der zum Ehrensenator ernannt wurde. Sprichwörtlich die Sprache verschlug es nur dem Vorsitzenden. Denn für seinen unermüdlichen Einsatz für den Verein erhielt Reichmann – nach strengster Geheimhaltung – die blau-weiße Narrenkappe mit Federn. Über Lob und Dank freuten sich außerdem die zahlreichen treuen Mitglieder, die der HCV auszeichnete.

Jahresorden zeigt Vereinsheim

Den Abend bestimmte wahrhaft närrische Unterhaltungskunst: Musik, Tänze der Garde, Juniorgarde Charisma und Männerballett, die Präsentation des HCV-Jahresordens und ein lustiger Sketch. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass der HCV-Nachwuchs schon in den närrischen Startlöchern steht. Mit wippenden Zöpfen und Pferdeschwänzen tanzte sich nicht nur die Mini-Rasselbande in die Herzen der Zuschauer, auch die 19-köpfige Rasselbande, die zum Schwimmen mit einem Riesenfisch einlud, löste jubelnden Applaus aus. Selbst wenn das eine oder andere Tanztalent den Narrengruß Helau noch lernen muss: Beim HCV sind die Kleinsten ganz groß.

Die Gardemädchen punkteten nicht nur als tanzende Aushängeschilder beim Publikum kräftig, sie waren auch fleißig beim Verkaufen der Lose für die Kinder- und Erwachsenentombola. Mit einem lustigen Sketch, der die Geschichte von Cinderella urkomisch auf Bäschdädder Mundart wiedergab, sorgten ehemalige und aktive Gardemädchen für Lachtränen.

Begeistert gefeiert wurde die Präsentation des HCV-Jahresordens. Zum Applaudieren stand die versammelte Narrenschar sogar auf. Das Motto lautet: „Wir HCVler werden immer mehr, jetzt muss an unser Haus ein Anbau her“. Vorsitzender Frank Reichmann hatte dafür liebevoll eine Präsentation zusammengestellt. Als Motiv ist darauf das Vereinsheim und der Anbau samt Kran plus Helfer zu sehen.

Von Tanzrunden und Ehrungen unterbrochen, sorgte Haus- und Hofmusikant Heinz Kilian für die musikalische Begleitung. Zu vorgerückter Stunde kam noch ein Überraschungsgast: Bei der Inthronisierung der Lampertheimer Tollitäten war Landrat Christian Engelhardt auf die Bürstädter Repräsentanten gestoßen und wollte es sich nicht nehmen lassen, den Abend bei den blau-weißen Narren des HCV ausklingen zu lassen.

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