Bürstadt

EKS Sportliche Challenge bewegt Schüler und Lehrer

Hier bleibt niemand auf der Strecke

Archivartikel

Bürstadt.Noch ist die Bürstädter Erich Kästner-Schule (EKS) für viele Jahrgänge geschlossen. Trotzdem – oder gerade deshalb – bietet die Schule eine sportliche „Challenge“ an. Wochenpläne, Online-Plattformen, E-Mail-Wechsel zwischen denen, die das Lehramt gelernt haben und denen, die es nun irgendwie „Freestyle“ umsetzen müssen, prägen die Zeit. Das „Homeschooling“ hat Deutschland beinahe ebenso fest im Griff wie das Virus selbst. Deutsch und Mathe sind vielerorts einigermaßen gesichert. „Aber war da nicht noch mehr?“, fragen sich die Pädagogen an der EKS. Beliebte praktische Nebenfächer bleiben auf der Strecke, hauptsächlich: Sport. „Dabei ist Bewegung doch gerade jetzt so wichtig, da das gemeinsame Training mit Freunden und der individuelle Vereinssport ausfallen müssen.“ Es gilt, die Schüler zur Bewegung anzustiften – wenn vor allem digital.

„Die Challenge soll unsere Schüler und Lehrer in der Zeit des Kontaktverbotes ermutigen, sich sportlich zu betätigen“, lautet das Motto. Außerdem gehe es um ein gemeinsames Ziel, Sportehrgeiz und Vorfreude, verbunden mit dem Gefühl der „EKS-Gemeinschaft“. Damit alle fit bleiben, mit Freude trainieren, keine Langeweile aufkommt – und im Alltag keine „grauen Gedanken“ vorherrschen. „Wir arbeiten auf das Ereignis hin, bald wieder in der Schule zu sein.“

Eine Sportlehrerin an der EKS, Chris Matz, hat sich eine besondere „Challenge“ einfallen lassen. Per Sprachnachricht forderte sie das Lehrerkollegium sowie die Schüler auf, drei Fitnessübungen zu trainieren. Wer schafft die meisten Liegestützen, die meisten Kniebeugen und hält am längsten den „Plank“ – also den Unterarmstütz? Eine echte Herausforderung, die einige Mitglieder der Schulfamilie angenommen haben.

In einem EKS-Fit-Challenge-Chat tauschen sich alle über Fortschritte, Trainingstipps und Bewegungsausführungen aus. Sie tragen ihre Ergebnisse in Tabellen ein und spornen sich gegenseitig an, die Ergebnisse anderer zu übertreffen, freuen sich die Organisatoren.

Christ Matz ist gerade dabei, diese Challenge noch zu erweitern. „Für alle Schüler und Schülerinnen, die nicht so sehr von Fitness begeistert sind“, erläutert sie. Gedacht ist das Ganze für Kinder, die ein Talent haben, sich aber nicht trauen, zu zeigen, was sie können. „Ich will ihnen eine Möglichkeit geben, dafür zu trainieren, egal was es ist“, kündigt die Sportlehrerin an. „Die Kids sollen – gerade in dieser Zeit – ein Gefühl haben, dass sie auch jetzt nicht alleine sind“, schreibt uns Chris Matz. Und fügt noch hinzu: „Es ist Wahnsinn, wie sich alle Kollegen engagieren.“ Wenn diese außergewöhnliche Zeit überstanden ist, wird in einem Pausen-Event der König und die Königin dieser Übungen gekrönt, kündigt die Schulleitung an. „Dann ist es endlich soweit: unsere EKS wieder vereint!“ red

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