Bürstadt

Beratungsstelle Viele Anfragen bei Beate Weidner-Werle

Hilfe zur Selbsthilfe für Senioren

Archivartikel

Bürstadt.Im Jahr 2017 wurde die Arbeit der Seniorenberatung in Bürstadt, Biblis und Groß-Rohrheim in verschiedenen Bereichen stark nachgefragt. Das belegt eine Statistik, die Beate Weidner-Werle jetzt bei einer Pressekonferenz im Beisein von Bürgermeisterin Bärbel Schader vorlegte. Gegenüber 2016 ist die Klientenzahl von 90 auf 161 gestiegen. „Diese Zahl haben wir dieses Jahr bereits erreicht“, erklärte die Sozialarbeiterin.

Im vergangenen Jahr hatten demnach 412 Bürstädter das kostenlose Angebot wahrgenommen. Aus Biblis waren es 167 und aus Groß-Rohrheim wandten sich 35 Senioren an die Beraterin. Dazu kamen 23 andere Personen. „Ziel meiner Arbeit ist es, die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung von älteren Menschen so lange wie mögliche zu erhalten“, erklärte Weidner-Werle. Deshalb hält sie nicht nur engen Kontakt zu den an der Finanzierung ihrer Halbtagsstelle beteiligten Kommunen, sondern auch zum Caritasverband Darmstadt. Auch der Kreis Bergstraße beteiligt sich an den Kosten.

„Es läuft gut und wird sehr gut angenommen“, zeigte sich Bärbel Schader zufrieden. Denn neben ihrem Ziel, den Bürgern die Möglichkeit zu geben, in einer sozialen und gesunden Stadt zu leben, ist sie davon überzeugt, dass eine gute Struktur der Altenhilfe ein Argument für neuen Zuzug von Familien ist. Auch wenn „die Vernetzung für Senioren in Bürstadt schon vorbildlich ist“, wie es Weidner-Werle ausdrückte, so sieht sie weiteren Bedarf.

„Stationäre Hilfe ganz am Ende“

Aufgrund des demografischen Wandels will sie ihre Beratungen über mögliche alternative Wohnformen im Alter ausbauen. Zudem berät sie bei Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen. Weidner-Werle unterstützt auch Angehörige pflegebedürftiger Menschen, indem sie Wege zu Hilfsmitteln aufzeigt. Auch beim Ausfüllen von Formularen ist sie zur Stelle. Häufig unterstützt die Sozialarbeiterin dabei betroffene Senioren und hat darüber hinaus auch ein offenes Ohr für andere Anliegen innerhalb der Familien. „Unsere Beratung ist kostenlos, konfessionsunabhängig und trägerübergreifend“, machte Weidner-Werle deutlich.

Als Beraterin zeigt sie Möglichkeiten auf und versucht, die Selbsthilfekräfte der Betroffenen zu bündeln. Es liegt ihr am Herzen, dass „stationäre Hilfe erst ganz am Ende kommen soll“. Auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten und größerer Effizienz knüpft sie deshalb neue Verbindungen und nutzt die Möglichkeiten bestehender Netzwerke. Fell

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