Bürstadt

Brandschutz Bobstädter Nachwuchs besucht Feuerwehrleute

Hinter der Maske steckt der Sebastian

Bobstadt.„Wir machen uns ganz klein und kriechen auf dem Boden Richtung Tür“, schlug einer der Grundschüler vor, die sich bei der Bobstädter Feuerwehr das verqualmte Rauchhaus anschauten. Und ein Mädchen wusste, „dass wir die Türe nicht offenlassen dürfen hinter uns“. Was dann passiert, zeigte Feuerwehrmann Manfred Heiser anschaulich an dem Modellhäuschen: Der Rauch zog sofort von einem Zimmer ins andere. „Rauch ist lebensgefährlich“, betonte er.

Gemeinsam mit Sebastian Kaiser, Günter Dinges, Kevin Wiedemann und Rupert Getrost besuchte Heiser die Zweit- und Drittklässer. Sowohl in der Schule als auch zuvor im Kindergarten kommen die Feuerwehrleute regelmäßig vorbei und erklären den Kindern Wichtiges in Sachen Brandschutz. „So kommen die Kinder mindestens zwei Mal damit in Kontakt“, erklärte Getrost.

Richtiges Verhalten im Notfall

Die Kinder lernen dabei das richtige Verhalten bei einem Brand und auch, wie sie einen Notruf absetzen. Auch die Fluchtwegschilder schauten sie sich an. Schließlich wurde ein Feueralarm ausgelöst, und die Kinder mussten sich am Sammelpunkt einfinden. „Das hat sehr gut geklappt, es kam keine Hektik auf“, lobte Getrost.

Dieses Mal kamen die Klassen – zu einem dritten Treffen – ins Feuerwehrgerätehaus. Eine wichtige Station stellte das Rauchhaus dar, von der Feuerwehr Bürstadt zur Verfügung gestellt. An diesem Modell konnten die Kinder genau verfolgen, wie sich Rauch ausbreitete, dass er nach oben steigt und bei offenen Türen schnell alle Räume durchdringt.

Bei der nächsten Station führte Sebastian Kaiser seine komplette Atemschutzausrüstung vor. Bei jedem Kleidungsstück, das er anzog, wurden die Kinder gefragt: „Ist das noch der Sebastian?“ – und sie antworteten jedes Mal „Ja“, obwohl er immer unkenntlicher wurde mit Maske, Helm und Kleidung. Dazu kamen noch die „Darth Vader“-Geräusche aus dem Atemgerät.

„Es ist wichtig, dass die Kinder wissen, dass es sich bei dieser vermummten Gestalt um jemanden handelt, der ihnen helfen möchte, und dass sie keinen Angst haben müssen. Schlimm wäre, wenn sie sich verstecken und nicht bemerkbar machen“, erläuterte Getrost.

Wer wollte, durfte auch eine Fluchthaube aufsetzen. Im Notfall würde der Retter den Kindern diesen Schutz aufsetzen, damit sie atmen können. „Kniet euch dann neben den Feuerwehrmann, er nimmt euch an die Hand, und so geht es gemeinsam nach draußen“, erklärte Getrost. Ein Kind machte das mit Sebastian Kaiser gleich vor.

Draußen standen auch die Feuerwehrfahrzeuge bereit, in die sich die Jungen und Mädchen reinsetzen durften.

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