Bürstadt

Trauerbegleitung PaHoRi mietet Nachbarwohnung zusätzlich an / Ehrenamtliche verzeichnen großen Bedarf

Hospizhelfer bekommen mehr Platz

Archivartikel

Bürstadt.Die Palliativ- und Hospiz Initiative Ried (PaHoRi) kann sich vergrößern: Bei der Jahreshauptversammlung im Gemeindezentrum St. Michael überbrachte Vorsitzender Wolfgang Zeißner die frohe Kunde. Die PaHoRi konnte die leerstehende Wohnung neben dem Büro der Initiative in der Schubertstraße 31 von der Katholischen Kirche anmieten.

Nach gründlichen Renovierungsarbeiten, und nachdem die PaHoRi die Kosten für den Durchbruch zur Nachbarwohnung übernommen hatte, teilte PaHoRi-Koordinatorin Gaby Weiß-Szpera mit: „Es geht rasend voran!“

Um weiterhin wertvolle und hilfreiche Unterstützung bieten und um den deutlich sichtbaren Wandel in der Hospizarbeit bewältigen zu können, hat sich das Team der Ehrenamtlichen deutlich verjüngt. Sie hatten im Berichtsjahr 2018, in dem auch das 20-jährige Bestehen gefeiert wurde – 65 Menschen bis zu ihrem Lebensende begleitet. Insgesamt wurden 96 Anfragen gestellt. 31 Männer und Frauen begleiten die 36 Ehrenamtlichen auch weiterhin.

Im Bereich der Trauerbegleitung wurden neun Einzelpersonen und vier Familien unterstützt. Das Trauercafé findet seit März 2018 aus personellen Gründen nicht mehr statt. Dagegen wurde in der zweiten Jahreshälfte die erste Kindertrauergruppe eingerichtet. Sie fand im Haus Billau in Hofheim statt. Ein Team aus fünf Kindertrauerbegleitern hatte dazu ein Konzept erstellt. Die Gruppe soll künftig zu einem Bestandteil der PaHoRi werden. Auch die Beratungen zur Patientenverfügung und den Vorsorgevollmachten sind stark gefragt. Etwa 185 Infomappen wurden ausgegeben, in den meisten Fällen fanden dazu kostenlose Beratungen statt.

Erfreut zeigte sich Weiß-Szpera, dass für den ab September stattfindenden Kurs des PaHoRi-Vereins bereits zwölf Anmeldungen vorliegen. Und das, ohne große Werbung machen zu müssen. „Das gab es noch nie während unseres Bestehens“, machte sie sichtlich zufrieden deutlich. Insgesamt wurden 2018 2750 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Die Ehrenamtlichen legten 12 118 Kilometer zurück. Austausch, Fortbildung und Workshops gehörten ebenso zum Programm. Außerdem trafen sich die Helfer zum Gedankenaustausch beim gemeinsamen Frühstücken.

Gaby Weiß-Szpera bedauerte jedoch, dass immer noch zu wenige Menschen von der Hospizarbeit wüssten. Selbst Ärzte, die Sozialdienste in den Krankenhäusern und Pflegedienste würden ihre Patienten viel zu selten über die PaHoRi-Angebote informieren.

Nach dem Vorlegen einer ausgeglichenen Kasse wurden Clemens Merz und Willi Ulbricht zu Kassenprüfern gewählt. Das Amt des Schriftführers übernimmt Tom Köhler. Angelika Machnik, Petra Bauer und Antje Egle verstärken die Arbeit der Koordinatorin.

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