Bürstadt

Sackschdoahogger Büttenredner und Musiker machen Stimmung / Tänzer reißen Publikum mit / Vanessa Huy ausgezeichnet

Im Hasenheim steppt der Bär

Archivartikel

Bürstadt.Wenn das Hasenheim in seinen Grundfesten bebt, dann feiert ein außer Rand und Band geratenes Publikum mit den Sackschdoahoggern die fünfte Jahreszeit. Unter dem Motto „In der Hasenarena steppt der Bär, der Horror auf und unter dem Meer“ sorgten tanzende Meerjungfrauen, fesche Kapitäne, flotte Matrosen, Büttenredner und Guggemusiker für ein tolles Fastnachtserlebnis.

Das Moderatorenteam Benni Weiss, Jule Scheffler und Sandra Stutz führten durch ein kunterbuntes Programm, bei dem auch ein lustiges Publikumsspiel und die Verlosung von hochwertigen Gewinnen nicht fehlten. Angeheizt von der Garde und verzaubert von niedlichen Meernixen, entführte die Partygroup in die Welt der Untoten. Gruselig bemalt und mit einem Sarg „bewaffnet“, ließ es die Truppe zu „Thriller“ mächtig krachen. Sie wurden dafür nicht nur vom kostümierten Publikum, sondern auch vom Prinzenpaar Sabine III. und Michael II. lautstark gefeiert.

Guter Tradition entsprechend und auf Wunsch der Mitglieder, ehrte der scheidende Vereinsvorsitzende Joachim Huy seine Tochter Vanessa Huy zum „Sackschdoahogger des Jahres 2019“. Zudem bekamen Pia Brucato, Lena Fachenbach und Petra Hafner für 1 x 11 Jahre Mitgliedschaft Blumen und Urkunden überreicht.

Griff in Kalauer-Kiste

Tief in die uralte Kalauer-Kiste griff Büttenredner Manfred Baumann als „Mann mit dem Koffer“. Dann feuerte das närrische Volk die Kontrahenten bei einem lustigen Publikumsspiel mächtig an. Am Ende hieß der Sieger Simon Rohel, der mit großer Abordnung vom Spiel- und Kulturkreis gekommen war. Ohne Zugabe kamen auch die „Scherwe“ nicht von der Bühne. Die tanzenden Matrosinnen sorgten für das Vorankommen des Narrenschiffs, während die Herren in schmucken Kapitänsanzügen zu fetzigen Seemannsliedern das vermeintlich das Kommando führten.

Für musikalisch mitreißende Turbulenzen sorgten die „Heddesema Zahlekracher“. Die Guggemusiker um „Mudda“ Annelie Kärtner strapazierten auf unnachahmliche Art die Trommel- und Zwerchfelle. Maßgeblich trug Livia „Live“ Kärtner und ihr Trommelwagen dazu bei.

Mittlerweile vor Begeisterung auf den Stühlen stehend, zettelte ein ganzer Publikums-Bienenschwarm eine Polonaise an und tanzte zu den schrägen Tönen von „Cordula Grün“ oder „Life is Life“ voller Begeisterung durch den ausverkauften Saal. Die von Julia Scheffler und Steffi Jakob trainierten Ladies tanzten als „Piraten der Karibik“ über die Narrenplanken.

In Zuschauerherzen getanzt

Das Männerballett die „Satteltaschen“ trieben nicht nur in einem Sketch ihren Schabernack, sondern tanzten sich auf der „Titanic“ in die Herzen der Zuschauer. Ein Hingucker dabei „Rose“ alias Ralf Rühl, der sich für diesen Auftritt sogar die Nägel hatte machen lassen und mit Blumen im (Perücken)-Haar und Rosen-Kleidchen beim völlig hingerissen Publikum für romantische Gefühlswallungen sorgte.

Das gelang auch Michaela Hartmann-Keil und Ursula Freudenberger. Als lebendige Handpuppe „Sossi“ war diese auf Männersuche. Da sie etwas ungeschickt im Auftreten war, bekam sie von „Sossa“ eine urkomische Lehrstunde, um den begehrten Partner zu betören.

Mit Strass-Halsband, Perücke und einem aufreizender Gang verwandelte sie sich in einen männermordenden Vamp der Extraklasse. „Es war der Hammer“, schwärmte eine am Ende völlig geschaffte Jule Scheffler.

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