Bürstadt

Stadt Die Corona-Pandemie stellt vieles auf den Kopf, so wenden sich Bürgermeisterin und Stadtverordnetenvorstehen per Video an die Bürstädter Bürger

Jahresempfang geht auch digital

Bürstadt.Derzeit läuft ja nichts wie gewohnt. Auch die Stadt Bürstadt hat entschieden, den Jahresempfang online zu machen. Normalerweise treffen sich rund 500 Gäste im Bürgerhaus, um sich alles Gute zu wünschen. Nach dem offiziellen Teil geht es mit viel Kommunikation und einem kleinen Imbiss weiter. Stattdessen gibt es dieses Mal auf der Homepage der Stadt sowie bei Facebook einen Link zu einem YouTube-Clip.

In dem Video sprechen Bürgermeisterin Bärbel Schader (Bild) und Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Eberle (Bild) auf der Bühne im Bürgerhaus. Ein Grußwort aus den Reihen der Kirchen gibt es nicht. Gedreht wurde das Ganze von Tobias Rohatsch und seiner Firma Young Dimension, einige Rathausmitarbeiter waren ebenfalls beteiligt. Im Hintergrund zu sehen ist die große dreidimensionale Zahl 21 und frischer Blumenschmuck. Rohatsch hat am unteren Rand eine schwarze Scherenschnittleiste mit der Silhouette von Bürstadt eingefügt.

Zuversicht für 2021

Eberle betritt als Erster die Bühne. Die Maske nimmt er aber ab, sobald er vor dem Mikrofon steht. „Wir haben allen Grund, mit Zuversicht in das neue Jahr zu gehen. Ich habe die Hoffnung, dass das Virus auch durch die Krise an den Menschen wirkt und neue Möglichkeiten und eine neue Sehnsucht entfacht. So ist ein neues Miteinander in Verantwortung möglich“, beginnt er seine Ansprache. Die Krise könne durchaus eine kreative, entspannte Zeit werden und ermutige unter anderem, ausgetretene Wege zu verlassen.

Das habe auch die Stadt im vergangenen Jahr gemacht und den Bahnhof sowohl als Mobilitätsknotenpunkt als auch als „ersten Eindruck“ für Reisende komplett neu gestaltet. In Sachen Baugebiete sind das Sonneneck V in der Kernstadt und das Gebiet Langgewann in Bobstadt planungsrechtlich auf den Weg gebracht worden, und auch bei Oli II geht es demnächst mit den Bauarbeiten los. Im Gebiet hinter dem Rathaus ist ein Mix aus sozialem und bezahlbaren Wohnraum angedacht, und auch die Behindertenhilfe Bergstraße wird in Bürstadt ein neues Gebäude errichten.

Eberle freute sich darüber, dass die Gewerbesteuereinnahmen im Jahr 2020 etwa fünf Millionen Euro betragen. „Das ist bisher der höchste Betrag in der Geschichte unserer Stadt“, freut sich der Stadtverordnetenvorsteher.

Danach geht er von der Bühne ab, nicht ohne zuvor seine Maske wieder aufzusetzen. Der Clip zeigt dann eine Fotoshow aus dem vergangenen Jahr. Zu den wechselnden Bildern ist das Lied „Mein größter Wunsch“ von Udo Jürgens eingespielt. Bilder vom Freiwilligentag sind dabei, bei dem beispielsweise Essenspakete mit verpackten Lebensmitteln verteilt wurden. Viele Fotos zeigen, dass sich die Menschen getroffen haben, aber mit dem gegebenen Abstandsgebot, auch beim Überreichen von Urkunden und Ähnlichem. Die Fotoshow schließt mit Bildern von der Weihnachtsbeleuchtung an der fertig umgestalteten, verkehrsberuhigten Nibelungenstraße am Historischen Rathaus.

Die Ansprache der Bürgermeisterin startet mit dem Thema Virus – und dass Abstands- und Hygiene-Regeln und die Einschränkungen dabei helfen, uns zu schützen. „Zu einem der wichtigsten Werte für unsere Gesellschaft ist Achtsamkeit geworden. Die Empathie füreinander sorgt nicht nur für einen stärkeren Zusammenhalt, sondern auch dafür, Eingriffe in unsere gewohnte Freiheit zu akzeptieren“, so Bärbel Schader weiter. Eines der größten aktuellen Projekte sei der Bildungs- und Sportcampus. Er sei aber nur ein Teil von dem, was Bürstadt als lebenswerte, gesunde Stadt ausmache.

Dass ältere Mitbürger sich wohlfühlen im Miteinander der Generationen, dass Integration gelingt, die Vielfalt der Vereine, ein bürgerschaftliches Engagement, das überregionale Kulturangebot, Sport und Bewegung – auch davon lebt eine gesunde Stadt. „Bürstadt setzt auf Bürgernähe, Transparenz und Öffentlichkeit.“ Deshalb müsse die Bürgerbeteiligung weiter vorangebracht werden, zum Beispiel in Form von Workshops.

Am Ende bedankt sich die Rathaus-Chefin bei allen Ehrenamtlichen, die sich für die Stadt in irgendeiner Form engagieren. „Lassen Sie uns couragiert vorangehen und durch Ehrlichkeit, Offenheit, Liebe und Zuwendung die Angst und Mutlosigkeit vertreiben“, schließt sie mit guten Wünschen fürs neue Jahr.

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