Bürstadt

Erich Kästner-Schule Hitzige Begrüßung für 150 Fünftklässler in der proppenvollen neuen Aula / Schauspieler der Theater AG begeistern mit viel Talent

„Jeder von euch ist etwas Besonders“

Bürstadt.Die erste Stunde in der EKS ist für Schüler und Eltern gleich ein Härtetest: Bis zum Anschlag ist die frisch renovierte Aula mit Fünftklässlern und ihren Familien gefüllt. Und heiß wie eine Sauna. „Ihr seid so viele!“, freut sich Schulleiterin Stefanie Dekker bei der Begrüßung. 150 Jungen und Mädchen fangen heute an der Bürstädter Gesamtschule an. „Und wir sind alle schon sehr gespannt auf euch.“

Den Kindern dürfte es ganz genauso gehen. Aber bevor sie auf die Bühne zu ihren neuen Klassenlehrern klettern, dauert es noch. Ein paar Kleinigkeiten will Stephanie Dekker noch loswerden. „Bei der Einschulung werden Reden gehalten – und dann noch mal bei eurem Abgängerfest. Das ist einfach so“, verkündet die Rektorin. Und erntet dafür die ersten Lacher.

Durchhalten ist angesagt

Ein bisschen ernst wird sie aber doch noch: „Ich wünsche euch, dass ihr zu echten Klassengemeinschaften zusammenwachst.“ Wohlfühlen an ihrer neuen Schule sollen sich die Kinder. Und gut miteinander verstehen, dann lerne es sich viel leichter. „Für jeden von uns seid ihr etwas Besonderes“, versichert sie. Dass die Zeit bis zum Abschluss auch anstrengend wird, oft Durchhaltevermögen gefragt ist, legt Stefanie Dekker ihren jungen Zuhörern ebenfalls ans Herz. „Gebt nicht auf, wenn etwas schwierig ist. Wenn man etwas trotzdem schafft, ist man sehr froh und stolz.“

Und es gibt jede Menge Hilfe. Darauf machen die drei Zehntklässlerinnen Melissa Szcekely, Hannah-Fee Molitor und Michelle Drekker aufmerksam. „Für jeden von euch gibt es einen Paten, der euch unterstützt und Fragen beantwortet“, erklären die drei.

Dann bevölkert die Theater AG mit ihrem „mathematischen“ Stück von verschwundenen Zahlen die Bühne. Und macht gleichzeitig Werbung dafür, bei der lustigen Truppe mitzumischen: Mit Spielfreude und richtig viel Talent füllen die Schüler ihre Rollen aus – ob als Zauberer oder als Geschwister, die so gar keine Lust auf Rechenaufgaben haben. Zwischendurch hüpft auch AG-Leiterin Christine Andes als Ersatz-Fee über die Bühne, weil eine junge Schauspielerin ausgefallen ist. Das Publikum belohnte die Aufführung mit herzlichem Gelächter und heftigen Applaus. Den gibt’s auch für den Schulchor, der mit dem Lied vom „Klassenkamerad“ musikalisch erläutert, wie wichtig Sympathie für die Banknachbarn in den nächsten Jahren sein wird.

Inzwischen stehen Eltern und Schülern die Schweißperlen auf der Stirn – schon allein der brütenden Hitze wegen. Vielleicht aber auch, weil es jetzt tatsächlich ernst wird: Die Lehrer der sieben Klassen – vier im Realschul-, zwei im gymnasialen und eine im Hauptschulzweig – rufen ihre Schützlinge zu sich auf die Bühne. Noch schnell ein Erinnerungsfoto, dann geht es ab ins Klassenzimmer.

Die Eltern dürfen solange im kühlen Foyer durchschnaufen. Dort hat die Schülervertretung ein leckeres Buffett aufgebaut und reicht Kaffee, Kuchen und kühle Getränke über den Tisch. Spenden sind gerne gesehen. Damit unterstützt die Schule ihr „eigenes“ Patenkind im afrikanischen Simbabwe. Damit die Besucher Bescheid wissen, liegen Flyer mit den wichtigsten Daten aus.

Der Förderverein hat gleich nebenan seinen Stand aufgebaut und wirbt fleißig um Mitglieder. Zur Mittagsbetreuung gibt es ebenfalls jede Menge Informationen. Langeweile kommt also keine auf – und ruck-zuck sind die Kinder wieder zurück. Der erste Schultag ist geschafft.

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