Bürstadt

Politik Sozialausschuss begutachtet die Räume am Sport- und Bildungscampus / Stelle der Leitung ausgeschrieben

Jugendrat mit neuem Zuhause

Archivartikel

BÜRSTADT.Vor dem Beginn der Sitzung des Jugendausschusses hatte dessen Vorsitzende Ursula Cornelius gemeinsam mit Bürgermeisterin Bärbel Schader am Dienstagabend zur Ortsbegehung in das ehemalige Vereinsheim des Volkschors eingeladen. In der Nibelungenstraße 199 a konnten sich die Akteure und die Mitglieder des Jugendrats mit ihrer Vorsitzenden Mareen Weyrich an der Spitze einen ersten Eindruck über die dort frisch renovierten und für die neuen Bedürfnisse umgestalteten Räumlichkeiten als zukünftiger Jugendtreff verschaffen.

Das Nutzungskonzept war gemeinsam mit den Jugendlichen und der Verwaltung im Rahmen der Gesamtkonzeption für den dort geplanten Sport- und Bildungscampus entwickelt worden. Frank Müller, der zuständige Mitarbeiter im Bereich Hochbau des städtischen Bauamts, konnte im Erdgeschoss einen neuen Mehrzweckraum mit renovierter Küche präsentieren, der für Veranstaltungen mit bis zu 200 Personen genutzt werden kann. „Die öffentliche Nutzung dieses Multifunktionalraums soll bis 22 Uhr möglich sein und kann den Bedürfnissen entsprechend auch in kleinere Räume unterteilt werden“, erklärte die Bürgermeisterin. Komplett neu gestaltet wurde das erste Obergeschoss, in dem in Zukunft ein Raum für die Jugendleitung und ein Besprechungszimmer für den Jugendrat Platz finden sollen. Weitere Räumlichkeiten für Arbeitsgemeinschaften, einen Computerraum und für intensives Lernen in kleinen Gruppen schließen sich an. „Als besonders gelungen“ bezeichneten Bärbel Schader, Frank Müller und Mareen Weyrich unisono die neue „Chill out Area“, die auf verschiedenen Ebenen Platz zur Ruhe, Muße oder auch zum Lesen bieten wird. „Als unsere Jugendratsmitglieder ihr neues Zuhause zum ersten Mal gesehen haben, hatten alle leuchtende Augen“, so Schader, die sich mit den Umbauarbeiten äußerst zufrieden zeigte. „Das neue Domizil soll jetzt Stück für Stück bezogen und eingerichtet werden. Endgültig wollen wir den neuen Jugendtreff der Öffentlichkeit mit einem Tag der offenen Tür im August oder September vorstellen“. Die Leitungsstelle für den Jugendtreff ist zwischenzeitlich ausgeschrieben worden und soll zeitnah besetzt werden. Einen ersten Einblick gab es auch anhand einer Skizze in die Planung für das Außenareal. Dort soll unter anderem ein Jugendgarten mit „beweglicher Muckibude“ entstehen.

Punkt zwei: Seniorenbetreuung

Im zweiten Teil der Ausschusssitzung beschäftigten sich die Kommunalpolitiker mit der Vorstellung des „Projekts zur Erweiterung eines sozialraumorientierten Lebens mit Versorgungssicherheit in einem allgemeinen Quartieransatz“. Altenheimleiter Günther Schwering präsentierte die wesentlichen Inhalte des „SoNah-Konzepts Bürstadt – Netzwerke in der Altenhilfe“.

Seit 2012 war in vielen Gesprächen mit den älteren Mitbürgern über ihre Wünsche, Probleme und Ziele gesprochen worden. „Im Mittelpunkt stand dabei immer das Ziel, möglichst lange unabhängig im eigenen Umfeld bleiben und leben zu können“, erklärte Schwerings Kollegin Birgit Marscetta. „Wichtig war es von Anfang an, die Menschen mit ihren jeweiligen Bedürfnissen zusammenzubringen und zu vernetzen“.

Aus dieser Sozialraum-Orientierung haben sich bereits einige konkrete Treffs rund um das Caritas-Zentrum entwickelt. So ist beispielsweise ein fester „Männertreff“ entstanden, der immer donnerstags von 9 Uhr bis 11 Uhr stattfindet. Im Moment treffen sich dort 15 Senioren, die auch weitere gemeinsame Aktivitäten außerhalb des Treffs pflegen. Eine zweite Männergruppe ist bereits in Planung. Geschlechterübergreifend ist die Einrichtung eines offenen Singtreffs und einer Sportgruppe, die sich regelmäßig im alla Hopp-Park trifft, sowie eine aktive Kegelgruppe. Zukünftig geplant ist eine noch längere Nachmittagsbetreuung, ein offener Spieletreff, ein Computertreff für Senioren und die Einrichtung zusätzlicher Sportgruppen.

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