Bürstadt

Sportkreis Max Lemke aus Lampertheim der heimliche Star bei der Verbandssitzung im Bürstädter Bürgerhaus

Kanu-Weltmeister ausgezeichnet

Archivartikel

Bürstadt.„Sie sind ein echtes Vorbild für unsere Jugend“, sagte Christian Engelhardt zu Beginn des 28. Sportkreistags in Bürstadt zu Max Lemke und zeichnete den Lampertheimer Kanu-Weltmeister mit der höchsten Ehrung des Kreises Bergstraße aus.

Der Landrat dankte dem „Sohn unseres Kreises“ für seine zahlreichen sportlichen Erfolge und überreichte ihm die goldene Ehrennadel, eine entsprechende Urkunde und eine „flüssige Anerkennung“. Der Sportkreisvorsitzende Günter Bausewein zeichnete Lemke mit der Ehrennadel in Gold aus, das ist die höchste Auszeichnung des Sportkreises. Für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für den Wassersportverein Lampertheim wurden später noch Erika Gabler und Peter Horstfeld aus Lampertheim geehrt.

„Sport ist wichtig für die Menschen“, betonte Landrat Engelhardt in seinem Grußwort. „Der Sport gibt den Menschen eine Heimat.“ Bürgermeisterin Bärbel Schader sagte: „Sport erzeugt vor allem auch Glücksgefühle.“ Die Gastgeberin und Hausherrin des voll besetzten Bürgerhauses betonte die gesundheitsfördernden und die sozialen Elemente des Breiten- und des Spitzensports.

Der Präsident des Landessportbunds, Rolf Müller, lobte die enge Zusammenarbeit und das erfolgreiche Zusammenwirken von Sport und Politik. Müller hob in seiner Begrüßung den „Sport als wichtiges Mittel zur Integration und Inklusion“ hervor.

Lob von der Politik

Auch die politischen Vertreter im Hessischen Landtag und im Bundestag gingen auf das enge Miteinander von Sport und Politik ein und versprachen auch für die Zukunft ihre finanzielle Unterstützung. Christine Lambrecht (SPD), Michael Meister (CDU), Norbert Schmitt (SPD) und Alexander Bauer (CDU) dankten allen ehrenamtlichen Sportfunktionären für ihr unentgeltliches Engagement. Sie riefen alle anwesenden Funktionäre dazu auf, auch in Zukunft in ihrer Arbeit nicht nachzulassen. „Denn Sport schafft Gemeinschaft, was in Zukunft noch wichtiger sein wird als heute“, betonte Michael Meister auch für seine Kollegen in Berlin oder Wiesbaden.

Nach zahlreichen Grußworten und einer eindrucksvollen sportlichen Darbietung der Cheerleaderinnen der Turnshowgruppe des TV Bürstadt startete der Sportkreistag nach etwa 75 Minuten seinen Eintritt in die eigentliche Tagesordnung.

Günter Bausewein bedauerte in seinem Rückblick der zurückliegenden drei Jahre vor allem, dass sich immer weniger Menschen ehrenamtlich für den Sport engagieren. „Keiner ist mehr bereit, die viele Arbeit zu machen. Die Anzahl der Vereine im Sportkreis hat rapide abgenommen. Neugründungen von Vereinen gibt es fast nicht mehr“, befürchtete er negative Entwicklungen in Zukunft.

Durchweg positiv waren dagegen die Ausführungen von Schatzmeister Steffen Meierhöfer. Der Finanzminister des Sportkreises konnte auf eine durchweg erstaunlich gute Entwicklung von Einnahmen und Ausgaben präsentieren und wurde von den Kassenprüfern für seine Arbeit mit Lob bedacht. Anhaltender Beifall des Auditoriums und die einstimmige Entlastung seiner Person und des gesamten Vorstands standen außer Frage.

Einfaches Spiel hatte Wahlleiter Rolf Müller bei den anstehenden Neuwahlen des Vorstands. Einstimmig und mit Kartenzeichen wurde Günter Bausewein als Vorsitzender sowie Sibylle Becker und Walter Spiwak als Stellvertreter in ihren Ämtern bestätigt.

Jugendwarte bestätigt

Steffen Meierhöfer bleibt auch in der kommenden Wahlperiode Schatzmeister, Andrea Rettig fungiert weiterhin als Protokollführerin. Auch Dorothee Sachinian als Ressortleiterin für Migration und Integration bleibt im Amt. Bestätigt wurden von der Versammlung die Jugendwarte Werner Hartel und Janine Klingler. Die Kasse wird in den kommenden drei Jahren von Günter Kuch, Erhard Schäfer und Gerhard Knapp geprüft.

Mit Delegiertenwahlen und der Bestimmung des Tagungsorts für den Sportkreistag im Jahr 2021 endete die Generalversammlung mit Ehrungen und der Bekanntgabe von insgesamt 14 Bewilligungsbescheiden für die Vereine im Kreis in der Gesamthöhe von über 60 000 Euro für Sanierungsmaßnahmen.

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