Bürstadt

Kulturbeirat Bürstädter Verwaltung legt Zahlen vor / Plus von 9800 Euro

Kassenschlager Markus Krebs

Archivartikel

Bürstadt.Der Kulturbeirat hat ein Jahr mit personellen Veränderungen hinter sich. Frank Herbert wurde als langjähriger Verantwortlicher im Sommer 2017 in der Verwaltung umversetzt. Seither kümmern sich Wirtschaftsförderer Tim Lux und Ordnungsamtsleiter Rainer Stöckel um diesen Bereich gemeinsam mit weiteren Mitarbeitern aus der Verwaltung. Jetzt war es allerhöchste Zeit, finanziell Bilanz zu ziehen. Laut Satzung hätte die Jahresrechnung schon im März dem Sozialausschuss vorgestellt werden sollen, doch das habe zeitlich nicht funktioniert, räumte Bürgermeisterin Bärbel Schader ein.

Tim Lux stellte das Ergebnis vor, freute sich über ein Plus von gut 9800 Euro, das bei den Veranstaltungen erwirtschaftet worden sei. Am erfolgreichsten sei Markus Krebs im Mai gewesen, gefolgt vom Babenhäuser Pfarrerkabarett mit seinem Doppelgastspiel im März. Die einzige Veranstaltung, die mit einem Defizit von gut 1200 Euro abgeschlossen hat, war laut Lux das Gastspiel von Puppen-Comedian Michael Hatzius im September. „Hier waren nur gut 200 Besucher da und der technische Aufwand deutlich höher als sonst“, so Lux.

Auf Nachfrage der SPD musste Lux außerdem einräumen, dass die Besucherzahlen beim Doppelgastspiel des Kikeriki-Theaters deutlich hinter denen des Vorjahrs zurückgeblieben waren. „Uns fehlen im Vergleich zu 2016 rund 10 000 Euro in der Kasse“, machte SPD-Fraktionschef Franz Siegl deutlich. Über die Ursachen konnte Lux nur spekulieren: „Das Stück war in Bürstadt schon bekannt, und das Theater tritt inzwischen öfter in der Region auf“, mutmaßte er.

Während CDU und FDP die Arbeit der neuen Verantwortlichen lobten, forderte die SPD Selbstkritik ein. Siegl wunderte sich beispielsweise über gesunkene Einnahmen im Bereich des Sponsorings. Im Jahr 2016 seien es noch 6000 Euro gewesen, 2017 nur 3500 Euro. Dazu merkte Lux an, dass es keine schriftlichen Sponsorenverträge gebe und man derzeit dabei sei, dies nachzuholen.

Und Siegl wertete die Einführung von Vorverkaufsgebühren auf alle Tickets als Verteuerung für den Kunden. 2017 hatten Schreibwaren Blodt und die Buchhandlung Pegasos vorher ausgedruckte Tickets noch ohne Aufpreis verkauft. kur

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