Bürstadt

Ferienspiele Während die einen im Bürstädter Bürgerhaus an der Manege zimmern, studieren die anderen ihre Auftritte ein

Kinder arbeiten intensiv an Zirkusprojekt

Bürstadt.Vorhang auf, Manege frei heißt es bald für viele der Jungen und Mädchen, die derzeit am dreiwöchigen Ferienspielprogramm der Schulkindbetreuung Bärenhöhle in Bürstadt teilnehmen. Unter dem Motto „Zirkus” üben die Kinder unterhaltsame Nummern ein: Einrad fahren, Akrobatik, Zauberei und Clownerie.

In der zweiten betreuen Ferienwoche, die derzeit läuft, nimmt alles langsam Gestalt an. Nicht nur die Showauftritte sind hierbei wichtig, auch kleine Handwerker werden benötigt, die aus dem Bürgerhaus eine Zirkuswelt zaubern. „Das ist gar nicht so einfach”, meinte Constantin, der an der Hand einer Betreuerin erste Schritte auf der Balancerolle ausprobierte. Aber nur mal so, nicht als Akteur später auf der Zirkusbühne. „Ich bin Handwerker”, berichtet er stolz. Er sorge mit anderen dafür, dass es später eine Manege gibt.

Manege entsteht

„Die wollen wir in dieser Woche fertigmachen”, erklärte Sascha Stockmann, stellvertretender Leiter der Schulkindbetreuung Bärenhöhle. Hierfür wurden einzelne Holzelemente von den Kindern bunt angemalt, die jetzt von Constantin und weiteren Handwerkern mit Scharnieren verbunden werden. Am Ende soll eine riesige Manege entstehen, die beim Abschlussfest als Vorführungsbereich dienen wird.

Die jungen Helfer haben zudem einen Manege-Eingang gebaut, nebst farbenfrohem Vorhang. Während die einen voller Spaß schraubten und hämmerten, studierten die Zirkusteilnehmer ihre Nummern ein. Marlene, Pauline und Louisa saßen auf Einrädern, nahmen sich an den Händen und fuhren los. „Wow, soweit sind wir bisher noch nicht gekommen”, freuten sie sich. Pauline und Louisa haben beim Zirkusprojekt in der Schillerschule schon mal das Einradfahren kurz ausprobiert, Marlene dagegen saß zum ersten Mal auf diesem. Alle drei haben den Ehrgeiz bis zur Aufführung freihändig fahren zu können. „Es klappt immer besser”, meinten sie freudenstrahlend. Betreuerin Daniela Brand warf ein, dass die Kinder gar nicht alle freihändig fahren müssen, sie können jederzeit mit anderen Einradfahrern an der Hand etwas aufführen. So wie Julie und Maurice. Die beiden radelten Hand in Hand los und schwenkten dabei sogar noch einen bunten Schirm.

Turbulent ging es bei den Akrobaten zu, eine stark besetzte Gruppe, die von Sandra Beilstein, der Leiterin der Schulkindbetreuung, angeführt wird. „Eine Siebener-Gruppe hier hin, zwei Dreier hierher und eine Fünfer-Gruppe dorthin”, dirigierte sie die Kinder auf der Matte.

Dann bauten sich die Jungen und Mädchen entsprechend auf. Manche knieten, schlugen Räder, machten eine Brücke, andere standen auf den Rücken von anderen Kindern oder gestalteten Pyramiden. Schnell lernten die kleinen Akrobaten die Formationen und freuten sich schon auf die nächste Herausforderung.

„Die Zaubertricks der Magier sitzen auch schon gut und die Clowns proben ebenfalls fleißig”, berichtete Stockmann. Gut zwei Drittel der etwa 100 betreuten Kinder nehmen an dem Zirkusprojekt teil, bauen hierfür etwas oder studieren Nummern ein.

Für den Rest wird es aber auch nicht langweilig. Zum einem können diese Freispieler durchaus auch ein bisschen Zirkusluft schnuppern und das ein oder andere ausprobieren. Zum anderen gibt es viele weitere Angebote für die Jungen und Mädchen. Durch die Nähe zum alla hopp!-Park sind viele Kinder zudem draußen auf dem Spielgelände unterwegs.

„Ich wollte bei den Zirkusvorführungen nicht mitmachen”, verriet Emila. Sie schaue zwar manchmal zu, was die Kinder da machen, aber am liebsten sei sie mit ihrer Freundin draußen im Park. „Spielen, toben und auf die Schaukel gehen”, fasste sie ihre Lieblingsbeschäftigungen zusammen.

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