Bürstadt

Betreuung Stadtverordnete äußern Kritik am Bistum

Kita-Anbau in Bobstadt abgelehnt

Archivartikel

Bürstadt.Mit viel Herzblut hat die katholische Gemeinde St. Josef in Bobstadt die Erweiterung ihrer Kindertagesstätte geplant, lobte Gerhard Weitz von der CDU in der Stadtverordnetenversammlung. Diese lehnte den Anbau für 1,2 Millionen Euro dennoch einstimmig ab. „Das ist ein Haufen Geld, wenn wir keinerlei Mitspracherecht haben“, fügte Weitz hinzu. Seine Kritik richtete sich ans Bistum Mainz, das sich nicht an den Kosten beteiligen wolle. Das sah SPD-Fraktionschef Franz Siegl genauso – ebenfalls mit Bedauern. „Wir planen Neubaugebiete im Sonneneck und in Bobstadt im Langgewann. Wir brauchen Alternativen“, betonte Siegl in der Stadtverordnetenversammlung.

Ewald Stumpf (CDU) fürchtet, dass sich die Bobstädter benachteiligt fühlen: „Wenn auf dem Campus was Schönes entsteht und bei ihnen nicht.“ Denn so geschlossen die Erweiterung in Bobstadt abgelehnt wurde, so einmütig stimmten die Stadtverordneten dem neuen Bewegungskindergarten auf dem Bildungs- und Sportcampus zu.

Neubau auf dem Sportcampus

Der Sachverhalt auf dem Campus ist allerdings komplett anders: Bürstadt erwartet eine Förderquote von 90 Prozent. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Die Kita für 75 Kinder in drei Gruppen – so die Planung – soll 2,2 Millionen Euro kosten, der Zuschuss beträgt 1,98 Millionen Euro.

Auf Siegls Bitte hin wurde die Erwähnung der drei Gruppen im Beschluss gestrichen. Denn der SPD-Fraktionschef glaubt, dass aufgrund der Neubaugebiete vielleicht sogar vier Gruppen nötig werden – und möglicherweise noch ein ganz neuer Kindergarten im dann zweiten Teil der Langgewann gebraucht wird. Das ist aber noch Zukunftsmusik.

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