Bürstadt

Hochamt Fronleichnams-Prozession in Bürstadt macht Station an vier liebevoll geschmückten Altären

Kreuz und Herz aus Blüten

Archivartikel

Bürstadt.An vier Altären machte die Prozession zu Fronleichnam in Bürstadt Halt. Sie begann diesmal in St. Peter, wo sich der erste Altar befand, ging dann weiter durch die Oberschultheiß-Schremser-Straße mit einem Altar an der Kreuzung zum Entenpfad, führte dann auf den Marktplatz zur dritten Station, und der Abschluss fand beim Altenheim St. Elisabeth statt, um auch die Senioren dort einzubinden.

Pfarrer Peter Kern wurde auf dem Weg von einem Baldachin beschirmt und trug die Monstranz in seinen Händen. Vor ihm gingen die Fahnenträger der Vereine, darunter Gesangsvereine, der Heimat- und Carnelvalverein oder die KAB. Mitglieder der Feuerwehr trugen nicht nur den Baldachin, sondern sicherte auch den Zug mit Fahrzeugen ab und lenkten – bei Bedarf – kurzfristig den Verkehr um. Den Schlusspunkt setzte der Katholische Kirchenmusikverein, der immer wieder im Wechsel mit den Gemeindemitgliedern Lieder anstimmte. Und natürlich liefen auch die Kommunionkinder bei der Prozession mit.

Für den Altar am Entenpfad waren die KJG und die Pfadfinder gemeinsam zuständig – das gleiche Team, das auch schon bei der 72-Stunden-Aktion in St. Michael miteinander gewerkelt hat. Franziska Hofmann, Vorsitzende der Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), hatte zusammen mit fünf weiteren Helfern seit acht Uhr morgens den Blumenschmuck gerichtet.

Pfadfinder und KJG dabei

„Als zentrales Motiv haben wir ein Herz mit Kreuz aus verschiedenen rosa Blüten gelegt und darunter mit weißen Blüten den Schriftzug Jesus“, erläuterte sie. Am unteren Rand waren jeweils die Flaggen von KJG und DPSG ausgelegt. Darüber leuchteten, ebenfalls in weißen Blüten, die griechischen Buchstaben Alpha und Omega – symbolhaft für Anfang und Ende. Der Altar selbst hatte einen Blütenrand als Abschluss zum Gras. Auch verschiedene Blumenstöcke waren aufgestellt – gespendet von einer örtlichen Gärtnerei, genauso wie die vielen Blütenblätter.

Zum Wohl der Schöpfung

Thema am zweiten Altar waren die Früchte der Erde. Diese und die menschliche Arbeit sollten zum Wohl der gesamten Schöpfung eingesetzt werden. Dazu fordere Gott die Menschen auf, wie Pfarrer Kern betonte. Täglich sei von Klimaerwärmung, Umweltschäden und Plastikmüll im Meer zu hören. „Die Bibel erzählt uns von den Lilien im Felde, dem Feigenbaum oder dem Weizenkorn, das in die Erde gesteckt wird und mannigfaltige Frucht trägt“, schlug er den Bogen. Den Fürbitten vorausschickte Franziska Hofmann: „Im Bild vom achtsamen und sorgfältigen Gärtner bringt Jesus uns eine Haltung von Milde und Güte gegenüber allem Geschaffenen nah.“

Die Fürbitten wurden gemeinsam von DPSG und KJG vorgetragen. Eine lautete: „Naturgewalten und Katastrophen bedrohen zunehmend das Gleichgewicht der Schöpfung. Menschen geraten dabei in Not und Elend. Stehe du ihnen in diesen schweren Zeiten bei und lass ihnen Hilfe zukommen, die Perspektive schenkt.“

Auch das Gewand von Pfarrer Kern passte perfekt zum Anlass. Es war mit Reben, Kelchen und kleinen Kreuzen bestickt – als Abbild der Natur und im übertragenen Sinn für das Abendmahl und die Auferstehung. Nach einem Gebet zogen die Gläubigen weiter zum Marktplatz, wo der Julia-Kreis wartete und den dortigen Altar unter dem Dach gerichtet hatte.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional