Bürstadt

Kritischer Blick nötig

Archivartikel

Karin Urich zur Bilanz des Kulturbeirats

 

Unterschiedlicher können Beurteilungen zur Arbeit des Kulturbeirats kaum ausfallen. Tim Lux freut sich im Gespräch mit unserer Zeitung über „das beste Jahr, das wir jemals hatten“. Oppositionsführer Franz Siegl hingegen wehrt sich in der Sitzung gegen das „weiter so“, das sein Gegenpart Jürgen Eberle von der CDU ausgibt. Er fordert Selbstkritik der neuen Akteure ein, will aufräumen mit dem Eindruck, dass „ja alles gut läuft“ – egal, wer es macht. Auffällig ist beim Blick auf die Zuschauerzahlen, dass es nach dem personellen Wechsel in der Verwaltung einen Einbruch gab. Lisa Feller lockte gerade mal 141 Besucher ins Bürgerhaus, Michael Hatzius 205. Und die Besucherzahlen beim Kikeriki-Theater haben sich halbiert. Das Jahr hätte also noch besser ausfallen können. In jedem Fall ist Ursachenforschung gefragt: Wie spricht der Kulturbeirat weiter die Besucherschichten an? Wie hält er das Programm attraktiv? Und wie stellt er Kartenverkauf und Sponsoring auf professionelle Füße, damit die Einnahmen nicht mit dem Engagement einzelner Personen stehen und fallen? Nur so kann Bürstadt auf Dauer seinen Ruf als Kleinkunstmetropole verteidigen.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional