Bürstadt

Kirche Ministranten der Pfarrgruppe Bürstadt bessern ihre Kasse auf / Betreuer und Eltern helfen / Jeder gibt, so viel er kann

Kuchenverkauf erfüllt viele Zwecke

Archivartikel

Bürstadt.Dreißig Ministranten sind aktuell in der Pfarrgruppe Bürstadt aktiv. „Sie sind wirklich sehr fleißig und mit Freude dabei, oftmals haben wir bei den Gottesdiensten vier bis zehn Messdiener“, so Anja Reischert, die für die Ministranten in der Pfarrgruppe zuständig ist. Als Dank wird vieles mit den Kindern unternommen, von schönen Bastelangeboten bis hin zu Ausflügen. Um in der Kasse einen Puffer für solche Aktivitäten zu haben, bieten die Ministranten seit 2017 regelmäßig selbst gebackenen Kuchen nach dem Gottesdienst zum mitnehmen an.

Es gebe zwar auch einen Etat für die Messdiener in der Pfarrei, doch könne dieser nicht alles abdecken. Mal benötigt man Materialien zum Basteln oder zum Erarbeiten eines Themas, mal möchte man einfach den Kindern zum Dank ein Eis spendieren oder einen größeren Ausflug machen.

Solche Aktionen fänden fünf bis sechs Mal in einem Jahr statt, 2018 sei auch schon ein Ausflug nach Mainz zur Besichtigung des Domes und des Gutenbergmuseums geplant. Dies alles kostet Geld. „Und wir möchten nicht die Pfarrei oder die Eltern damit belasteten, sondern uns durch Eigeninitiative einen finanziellen Puffer aufbauen“, so Reischert. Wichtig sei ihr zudem, dass es keine Benachteiligung gibt, mache Familien könnten eine Zuzahlung besser leisten als andere und man möchte nicht, dass Kinder deswegen nicht an Aktionen teilnehmen können. Die Solidaritätsgemeinschaft sei hier ein wichtiger christlicher Gedanke.

Zudem bringen sich die Kinder und Jugendlichen durch den Kuchenverkauf in der Gemeinde aktiv ein, gestalten Gemeindeleben mit. „Wir verkaufen keine Kuchen, sondern geben diese auf Spendenbasis ab“, erklärte Reischert. Auch hier gelte das Gemeinschaftsprinzip. Die einen können mehr geben, anderen gehe es finanziell nicht so gut, dann gäben sie weniger, es gleiche sich aus und sei in doppelter Hinsicht eine gute Tat: für die Mitmenschen und die Ministranten. Im vergangenen Jahr wurde die Idee, nach einem Gottesdienst Kuchen anzubieten zum ersten Mal umgesetzt. „Das kam super an“, erinnerte sich Reischert.

Frühjahr und Herbst sind dafür als feste Zeiten eingeplant, ebenso sind „Verkäufe“ unter dem Jahr möglich, je nachdem, wie es zeitlich und mit den Kirchenterminen passt. Die Eltern der Ministranten sorgen für die selbst gebackenen Leckereien. „Um die zehn Kuchen haben wir dann immer“, berichtete Reischert.

Bei der Kuchentheke helfen Eltern und Kinder gemeinsam mit, jeder übernimmt eine kleine Aufgabe, so dass es zu einer schönen Gemeinschaftsaktion wird. Die Kinder genießen dies ebenso wie diejenigen, die Kuchen mit nach Hause nehmen. Auch Basteleien habe man schon angeboten, etwa vor Weihnachten. „Die Bastelsachen waren ruckzuck ausverkauft.“

Die Gruppenstunden finden meist am ersten und dritten Samstag im Monat statt, mal in St. Peter und mal St. Michael. Um 10 Uhr treffen sich die Kinder, das Treffen dauert etwa bis 11.30 Uhr.

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