Bürstadt

Rotes Kreuz Neun Erstspender beim Termin in der Bürstädter EKS

Lange Schlange bei Blutspende

Bürstadt.Schon deutlich vor 16.30 Uhr standen die Spendenwilligen, die Blut abgeben wollten, vor der Erich Kästner-Schule in Bürstadt an. Sie mussten dennoch bis zum offiziellen Startschuss warten. „Es ist schön, dass so viele kommen, aber nicht schon eine halbe Stunde vorher“, erklärte Lisa Wißing, Leiterin des DRK-Bereitschaftsdiensts.

Sie war an der Anmeldung, an der sich alle registrieren lassen mussten. Dort wurde unterschieden zwischen Erstspendern und allen, die bereits mehrfach gespendet hatten. In Bürstadt waren es neun Leute, die noch keinerlei Erfahrung mit dem Spenden hatten. Alle mussten einen Ausweis vorzeigen und bekamen einen kleinen Aufkleber in ihr Spendeheft.

Typisierung nun auch möglich

Von dort ging es weiter zur Station, an der die Fragebögen ausgefüllt werden sollten. Die längste Schlange hatte sich vor dem Eingang zur Aula gebildet, wo das Labor, die ärztliche Untersuchung und die eigentliche Blutabnahme stattfanden. Nach der Ruhephase konnten die Leute einen Imbiss in der Mensa einnehmen.

Zudem gibt es die Möglichkeit, sich gleichzeitig als Stammzellenspender registrieren zu lassen. Das ist besonders für Leukämiepatienten wichtig. „Dafür gibt es ein eigenes Formular, das ausgefüllt werden muss. Das vergeben wir aber nur auf konkrete Nachfrage. Das heißt, der Spender muss sich vorher schon mit dem Thema befasst haben“, erklärte DRK-Mitglied Jan Freytag. Das geht auch erst ab der zweiten Blutspende.

Dann wird bei der Blutspende noch ein extra Röhrchen abgenommen, das für die Typisierung verwendet wird. Den Typisierungsausweis bekommt man gleich mit. „Die Auswertung dauert ein paar Tage, aber mit dem Ergebnis kann man als Laie sowieso nichts anfangen. Wenn man als Spender in Frage kommt, wird man benachrichtigt“, teilte Freytag mit.

Freytag machte auch darauf aufmerksam, dass es bei der Blutspende auch immer Organspendeausweise gibt. „Darauf kann man auch angeben, dass man seine Organe nicht spenden will oder welche. Damit erleichtert man seinen Angehörigen die Entscheidung im Ernstfall“, berichtete er.

Von den 127 Erschienenen wurden 115 zur Blutspende zugelassen. Zwei Spender wurden für 50 Mal und 25 Mal geehrt. Um keinen Blutspendetermin mehr zu verpassen, bietet das DRK mit der Blutspendeapp die Möglichkeit, sich via E-Mail oder SMS an den Termin erinnern zu lassen. Zudem kann jeder registrierte Blutspender einsehen, wie vielen Patienten er bereits geholfen hat.

Info: Alle Infos gibt es unter www.spenderservice.net.

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