Bürstadt

Verkehr Bürstädter Ausschuss beschließt neue Beschilderung

Laster sollen Innenstadt umfahren

Archivartikel

Bürstadt.Neue Verkehrsschilder sollen dafür sorgen, dass dicke Brummer die Bürstädter Innenstadt künftig links liegen lassen. „Über die Bundesstraßen geht es sowieso schneller“, sagte Michael Schweiger vom Ingenieurbüro Schweiger und Scholz. Schweiger stellte dem Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung das Konzept vor, das den Schwerlastverkehr über die B 47 und B 44 zu den Industrieflächen im Norden Bürstadts lotsen soll. Und traf durchweg auf Zustimmung.

Neue Schilder sollen Laster schon vor Riedrode darauf hinweisen, dass sie auf der Bundesstraße weiter in Richtung Worms fahren müssen. Bislang führen die Verkehrsschilder am Schwimmbad vorbei zum Industriegebiet – und damit quer durch die Innenstadt. Mit der neuen Verkehrslenkung sollen Nibelungenstraße und Industriestraße entlastet werden. Zumal die Abnutzung der Straßen allein durch die tonnenschweren Fahrzeuge um ein Vielfaches höher sei als bei normalen Pkw, wie Schweiger betont.

Hessen Mobil im Boot

Mit dem neuen Kreisel am Brückelsgraben sieht der Planer ideale Voraussetzungen dafür, die Laster auf neuen Wegen in den Norden zu schicken: Von der B 47 geht es direkt auf die B 44 und vom Kreisel weiter zu Industrie und Gewerbe. Diese Strecke sei zwar noch nicht in allen Navis hinterlegt, aber das sei nur noch eine Frage der Zeit.

Zumal die Straßenbaubehörde Hessen Mobil mit dem Ausbau der B 47 ohnehin die Beschilderung erneuern müsse. „Auf diesen Zug könnte Bürstadt aufspringen“, schlägt Schweiger vor. Für die Verkehrsführung im Norden Bürstadts kämen ebenfalls kaum Kosten auf die Stadt zu: Die Firma Dietz, die ins neue Bobstädter Gewerbegebiet investieren will und dafür eigens den Kreisel beim Brückelsgraben gebaut hat, sei auch für die Beschilderung zuständig. Und die schon bestehenden Verkehrszeichen weisen sowohl auf das Industriebgebiet Bürstadt-Nord als auch auf die Gewerbeflächen in Bobstadt hin. „Die Stadt dürfte also ohne größere Kosten davonkommen“, stellte Schweiger fest.

Uwe Metzner (Grüne) schlug vor, aus Kostengründen die bestehenden Schilder zu ändern. Damit lasse sich allerdings kaum Geld sparen. „Folien zum Überkleben sind genauso teuer wie neue Schilder“, gab Schweiger zu bedenken.

Der Ausschuss entschied sich schließlich einstimmig für die neue Verkehrsführung. Der Zeitrahmen richte sich dabei nach den Planungen von Hessen Mobil, wie Schweiger deutlich machte. Zumindest der erste Bauabschnitt der B 47 soll bis September 2020 fertig sein. sbo

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