Bürstadt

Erich Kästner-Schule Zwölf Schüler präsentieren ihre Projekte bei „Jugend forscht“ in Lampertheim / Umweltschutz im Fokus

Laurin baut Häuser aus Plastik

Bürstadt.„Aus Müll wird ein Zuhause“: So heißt das Thema von Laurin Wiedemann. Der Sechstklässler der Erich Kästner-Schule (EKS) hat sich überlegt, dass mit altem Plastik Notbehausungen entstehen könnten – um die Umwelt zu schonen und Menschen etwas Gutes zu tun. Wie das genau funktioniert, erklärt Laurin Wiedemann bei „Schüler experimentieren“ am Samstag, 24. Februar, in der BASF Lampertheim.

Mit elf weiteren Schulkameraden macht Laurin beim Wettbewerb mit. Er ist schon zum zweiten Mal dabei. Auch die Zehntklässlerinnen Annalena Schweiker, Sophia Gebhardt und Sophie Giegerich sind alte Hasen bei „Jugend forscht“. Sie fragen sich „Wie sicher sind Dämmstoffe?“ und haben das Brandverhalten untersucht. „Das ist in Zusammenhang mit dem Hochhausbrand in London zu sehen“, erklärt Elke Wagner-Pommerenke. Die EKS-Lehrerin betreut die jungen Forscher das ganze Jahr über.

Grillen erneut ein Thema

„Macht Übung wirklich den Meister?“, haben sich schon im vergangenen Jahr die Schüler Adrian Schnellbächer, Moritz Getrost und Linus Knorr gefragt – und bei „Schüler experimentieren“ direkt den ersten Preis erzielt. Nun haben sie ihr Projekt weiterentwickelt und treten erneut an, dieses Mal bei „Jugend forscht“. Laut Elke Wagner-Pommerenke geht’s dabei vor allem um Koordination und Konzentration.

Mit der Klimaveränderung der Zukunft und ihren Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum haben sich Lisa Gesue, Paula Schulze und Carolin Ohl beschäftigt. Dabei legen sie den Schwerpunkt ihrer Forschungsarbeit auf den ph-Wert. Die fünfte Gruppe der EKS sucht nach Alternativen zur Holzkohle: Dario Strubel und Timo Ulpins haben sich dem Thema Grillen gewidmet. Die beiden Sechstklässler machen zum ersten Mal mit. „Es sind einige dieses Jahr ganz neu dabei, das ist ganz prima“, freut sich Elke Wagner-Pommerenke.

An der EKS forschen noch weit mehr Schüler zu unterschiedlichen Themen, doch nicht alle sind schon reif, um präsentiert zu werden. „Eines haben wir schon fürs kommende Jahr angemeldet, weil noch über den Sommer hinweg geforscht werden soll“, sagt Wagner-Pommerenke. Sie ist sehr zufrieden mit ihrer Gruppe, die sich in Lampertheim den Fragen der Jury stellen wird. Schön findet sie auch, dass sich so viele mit dem Thema Umweltschutz beschäftigen.

Viel Vorbereitung daheim

Dafür investieren die Schüler viel Zeit – einige in der EKS, andere bei sich daheim. Beim Projekt mit der Isolierung müssen die Mädchen natürlich in die Schule kommen. Für ihre Experimente brauchen sie den Abzug in den Chemie-Räumen, denn sie testen, wie leicht entflammbar Dämmstoffe sind. Das Pflanzenwachstum dagegen kann auch auf der Fensterbank zuhause beobachtet werden. Grundsätzlich sprechen sich die Schüler regelmäßig mit Elke Wagner-Pommerenke ab – gerade vor den Wettbewerben, wenn sie ihre Präsentation vorbereiten.

Beim Tag der offenen Tür in der EKS heute Nachmittag stellt sich die AG „Jugend forscht“ auch vor – allerdings mit den Projekten aus dem vergangenen Jahr. Denn die neuen Ergebnisse sollen – bis zum Wettbewerb – noch geheim bleiben. Diese erfährt zuerst die Jury bei „Jugend forscht“ am Samstag, 24. Februar. Besucher sind ab 14 Uhr bei der BASF Lampertheim willkommen, Chemiestraße 22. Nach 16 Uhr folgen dann die Siegerehrungen. „Zu erkennen sind wir an unseren grauen T-Shirts mit Erich Kästner und Albert Einstein darauf“, sagt Elke Wagner-Pommerenke. Sie freut sich schon auf viele interessierte Gäste und spannende Gespräche.

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