Bürstadt

Energie TSG Bürstadt legt in Sachen Umweltschutz nach / Solaranlage auf dem Hallendach läuft seit Januar

LED-Lampen sparen noch mehr Strom

Archivartikel

Bürstadt.Seit Januar ist die Photovoltaikanlage auf dem Dach der TSG-Halle in Betrieb. Jetzt geht der Bürstädter Verein nun den nächsten Schritt in Richtung Nachhaltigkeit: Nach und nach wird die komplette Beleuchtung auf sparsame LED-Lampen umgestellt. Zunächst in der großen Halle, die direkt nach der Gymnastica im Juli umgerüstet wurde, dann auch in der oberen Turnhalle.

In Eigenarbeit haben die TSG-Mitglieder Jan Gebhardt und Patrick Volk die komplette Beleuchtung auf LED umgestellt. Auch in den beiden anderen Sälen wollen sie die Lampen noch austauschen. Mark Frank kümmert sich darum, dass in allen weiteren Räumen wie Toiletten oder Fluren ebenfalls LED- Lampen eingesetzt werden.

Austausch in Eigenarbeit

Patrick Volk und Klaus Arnold sind sehr stolz auf diese Arbeit. Die beiden hatten Angebote verschiedener Firmen eingeholt und sich auch um die Sicherung der Fördergelder gekümmert, was ganze zwei Jahre in Anspruch genommen hat. Nach der Amortisierung dieser Investition plant die TSG in weiterer Zukunft auch die Modernisierung der Heizungsanlage.

Alleine mit der neuen Photovoltaikanlage spart der Verein rund 150 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid ein. Die Leistung liegt bei 340 Kilowatt/Peak – diese Einheit benennt das bestmögliche Ergebnis bei optimaler Sonneneinstrahlung. Den Jahresertrag beziffert die TSG auf 300 000 Kilowattstunden. Genau 1044 Solarmodule bedecken eine Fläche von 1900 Quadratmetern. Die Anlage ist zu 100 Prozent aus Bürgerkapital finanziert mit Gewinnbeteiligung. Dieses Projekt wurde von der TSG Bürstadt in Zusammenarbeit mit der Energiegenossenschaft Starkenburg verwirklicht.

Der überwiegende Teil des auf dem Dach gewonnenen Stroms wird ins Netz eingespeist. Allerdings nutzt der Verein tagsüber den Solarstrom direkt vom Dach. Seit Mai bezieht die TSG während der Dunkelheit noch zusätzlich Strom aus nachhaltiger Energiegewinnung von den Bürgerwerken Heidelberg. „Das ist zu 100 Prozent Ökostrom aus Bürgerhand“, wie die Organisatoren betonen.

Die Umrüstung auf LED-Beleuchtung spart jährlich 12 900 Kilowattstunden Strom sowie acht Tonnen Kohlendioxid, wie der Verein berichtet: „Die TSG ist sehr stolz auf dieses Umwelt- und Klimaschutzprojekt.“ Zumal es auf Jahrzehnte ausgelegt ist: Die Photovoltaikanlage hat eine Laufzeit von 20 bis 30 Jahren, die LED-Beleuchtung soll knapp 50 Jahre durchhalten. red

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