Bürstadt

Stadtjubiläum SPD-Chef kritisiert Abschlusspapier

„Legen eigenen Bericht vor“

Bürstadt.Schon vor der Stadtverordnetenversammlung am gestrigen Abend hat SPD-Fraktionschef Franz Siegl im Gespräch mit dem „Südhessen Morgen“ deutlich gemacht, dass mit seiner Zustimmung zum Abschlussbericht zum Stadtjubiläum nicht zu rechnen sei. Die SPD habe in der letzten Sitzung des Akteneinsichtsausschusses Änderungen am Bericht gefordert, die so nicht erfolgt seien. Deshalb lehne die SPD das Papier, das der Ausschussvorsitzende Alexander Bauer vorgestellt hatte, ab. „Wir legen einen eigenen Bericht vor“, kündigte Siegl an. Das wolle er auch am Abend in der Stadtverordnetenversammlung erklären.

Die SPD hatte die Einrichtung des Aussschusses beantragt. „Wir sahen uns dazu gezwungen, weil unsere Anfrage zu einer Kostenaufstellung des Stadtjubiläums nicht beantwortet worden ist“, macht Siegl deutlich. Nun habe der Ausschuss die Arbeit gemacht, die er eigentlich von der Stadtverwaltung erwartet habe.

290 000 Euro Restkosten

Nach der Einsicht in die Akten kommt der Finanzexperte der SPD auf Gesamtausgaben von 410 000 Euro für das Stadtjubiläum, denen er Einnahmen durch Sponsoring in Höhe von 120 000 Euro gegenüberstellt. „Damit bleiben Restkosten von 290 000 Euro“, kommt er auf höhere Zahlen als der offizielle Bericht. Außerdem seien im Haushaltsjahr 2016 bereits 40 000 Euro ausgegeben worden, die in Zusammenhang mit dem Stadtjubiläum stünden, unter anderem die Kosten rund um die Tanzshow „Pasión Buena Vista“.

Für die SPD sei es kein Problem, diese Summen für ein Stadtjubiläum auszugeben. „Man muss dann allerdings ehrlich mit dem Thema umgehen“, macht Siegl deutlich. Er sieht das Vertrauen in die Verwaltung als beschädigt an – auch für zukünftige Projekte. kur

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