Bürstadt

Kommunalpolitik Komplex auf Messplatz soll breiter werden

Mara-Bau plant um - ohne Keller

Bürstadt.Über die Bebauung auf dem Messplatz in Bobstadt unterhält sich der Umwelt- und Stadtentwicklungssausschuss am morgigen Dienstag, 20. Juni, 19.30 Uhr, im Rathaus. Der Investor Mara-Bau hat seine Planung etwas verändert. Denn Bodenproben haben gezeigt, dass das Grundwasser nur zwei Meter unter dem Grund steht. Das bedeutet, dass die Arbeiten am Kellergeschoss aufwendiger und dadurch deutlich teurer würden.

Außerdem könnten durch die Sogwirkung beim Abpumpen des Wassers Risse in Nachbargebäuden entstehen. Deshalb will Mara-Bau auf die Unterkellerung verzichten, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Um trotzdem genug Platz zu haben, soll das Gebäude "geringfügig mehr in die Breite gehen".

Beim zweiten Tagesordnungspunkt geht es um den Bebauungsplan für die Mainstraße 54, dort sind im hinteren Bereich auf 2700 Quadratmeter 21 kleinere, altersgerechte Wohnungen geplant. Dabei sind zudem ein privater Zufahrtsweg sowie Stellplätze vorgesehen.

Die Kommunalpolitiker sprechen ferner über den zweiten Abschnitt des Brückelsgrabens, um das Gewerbegebiet zwischen Bobstadt und Bürstadt erweitern zu können. Dafür ist auch eine Änderung des Regionalplans nötig. In den Planungsunterlagen ist eine Tankstelle aufgeführt, die nördlich des Mühlgrabens mit Gastronomie und umfangreichen Lkw-Stellplätzen entstehen soll. Damit will die Stadt "die bislang ungeordnet innerhalb der bestehenden Gewerbe- und Industriegebietsflächen in Bürstadt parkenden Lkw" an einer Stelle bündeln und die Fahrer mit sanitären Anlagen versorgen. Im Zuge dessen soll auch der Flächennutzungsplan für das Gebiet "Mittelfeld Nord" geändert werden.

Bald Wohnungen auf Oli II?

Wohnraum für Senioren oder Sozialwohnungen wünscht sich die Stadt auf der hässlichen Brachfläche des Areals Oli II. Klar ist bereits, dass der Boden belastet ist - wie im vorderen Bereich von Oli I, wo Betreutes Wohnen entstanden ist. Das städtebauliche Konzept sieht zwischen der Kirschstraße und der Straße "Am Weiher" Mehrfamilienhäuser sowie Ein- und Zweifamilienhäuser vor. Mit dem Bebauungsplan versucht die Stadt nun, ein Vorkaufsrecht durchzusetzen, um das Gebiet entwickeln zu können. Denn "von Seiten der privaten Eigentümer sind seit Jahren keine entsprechenden Impulse mehr erkennbar", heißt es vom Bauamt.

Der Aausschuss tagt am Dienstag ab 19.30 Uhr öffentlich im Sitzungszimmer des Rathauses. Bürger können unmittelbar vor Beginn Fragen zu den Themen auf der Tagesordnung stellen. cos

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