Bürstadt

Verwaltung Bürstadt will digitale Daten nutzen

Mehr Service für die Bürger

Bürstadt.Damit die digitale Verwaltung kein abstrakter Begriff bleibt, hat Bürstadts Bürgermeisterin Bärbel Schader den Experten Andreas Meyer von der Firma Geoventis gebeten, im Haupt- und Finanzausschuss über die Relevanz von Geodaten für die Verwaltungstätigkeit in Bürstadt zu sprechen. Meyer schilderte zunächst, wie Geodaten bereits eingesetzt werden. So sind die Bäume oder die Verkehrsschilder bereits auf digitalen Karten zu finden. Auch beim Thema "Wiederkehrende Straßenbeiträge" wurde auf Geodaten zurückgegriffen, die bei der Befahrung der Straßen entstanden sind. Bei der 1250-Jahrfeier waren die Veranstaltungsdaten mit einem Stadtplan verknüpft und über die Internetseite der Stadt Bürstadt abrufbar.

Gerade fertig geworden ist eine zweite Anwendung: der historische Wanderweg durch Bürstadt. Außerdem ist ein Schulwegeplan in Vorbereitung. Es soll auch möglich sein, den Bürgerhaussaal oder den Saal im Historischen Rathaus online anzumieten.

Für das kommende Jahr ist eine Verknüpfung des Mängelmelders mit einer Karte geplant. Ein Straßenbegeher, mit dem der Zustand der Gehwege, Bänke und Mülleimer sowie der Zustand der Fahrbahn erfasst werden können, wird vorbereitet. Gleiches ist für die Spielplätze vorgesehen. "Die Bürger können Mängel melden. Die verschiedenen Stellen der Verwaltung greifen direkt auf die Daten zu", so Meyer.

Die Bürgermeisterin will alle wichtigen Daten für Großprojekte wie den Sport- und Bildungscampus, den Bahnhof oder die Nibelungenstraße zur Verfügung stellen. "Das wird uns bei den internen Abläufen helfen." Von der Verwaltung wurde ein neues Formular vorgestellt, mit dem Eltern ihre Kinder online für einen Kindergartenplatz anmelden können. Nun wird ein Formular für die Anmeldung zu den Sommerferienspielen vorbereitet.

Während CDU und FDP lobten, dass viele Vorgänge nun papierlos funktionieren, betonte Hans-Georg Gött von der SPD, dass die Sprechstunden für die Bürger nach wie vor wichtig seien. Das sah auch die Bürgermeisterin so. Die digitale Verwaltung solle ausgebaut werden, ohne die Öffnungszeiten im Bürgerbüro zu kürzen. kur

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