Bürstadt

Stadtentwicklung Ausschuss diskutiert über die Einwände gegen die Pläne in Bobstadt / Satzungsbeschluss bei einer Gegenstimme empfohlen

Messplatz-Bebauung einen wichtigen Schritt weiter

BüRSTADT.Die Bebauung des Messplatzes in Bobstadt ist ein Stück weiter gekommen. Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung empfahl dem Stadtparlament bei einer Gegenstimme, der Umsetzung des Projekts und damit dem Satzungsbeschluss zuzustimmen. Die Stadtverordnetenversammlung tagt am Mittwoch, 20. September, ab 19.30 Uhr ebenfalls im Bürgerhaus.

Zu Beginn der Ausschuss-Sitzung im großen Saal des Bürgerhauses betonte der Ausschussvorsitzende Jürgen Eberle (CDU): "Wir wollten in der Phase der Planung und auch zukünftig bei der schrittweisen Umsetzung der Pläne eine möglichst breite Beteiligung der Bevölkerung."

Um die Stellungnahmen der Verwaltung und des Planungsbüros zu den Bedenken und Einwänden von mehr als 40 Bürgern und zehn Trägern öffentlicher Belange zu erläutern, hatte der Ausschuss Dirk Helfrich vom Planungsbüro InfraPro aus Lorsch eingeladen. Er beantwortete auch die Fragen der zahlreich anwesenden Anwohner.

Ausführlich ging Helfrich auf die Hauptbedenken der Einwender ein. Das Regierungspräsidium in Darmstadt akzeptiere die vorgelegte Planung des Bauträgers, so Helfrich. Es sei der Ansicht, dass bei insgesamt 14 geplanten Wohneinheiten keine zu dichte Wohnbebauung entstehe. Beim Umgang mit dem Baumbestand würden keine artenschutzrechtlichen Belange oder gar Verbote verletzt. "Die Gesamtfläche der Versiegelung wird nach dem Bau der Wohnnungen auf dem Messplatz geringer sein als zum jetzigen Zeitpunkt", ging Helfrich explizit auf Einwendungen vonseiten des Natur- und Artenschutzes ein. Auch eine Überlastung des Abwasserkanalisationssytems sei nicht zu erwarten.

In der sich anschließenden Diskussion betonte Ortsvorsteher Uwe Metzner (Grüne), der dem Projekt selbst kritisch gegenüber steht, dass sich der Ortsbeirat auf einer vorhergehenden Sitzung für die Umsetzung der Bebauungspläne entschieden habe. Er wollte festgeschrieben haben, dass der jetzt existierende Spielplatz generell erhalten bleiben müsse. CDU-Parteichef Alexander Bauer versicherte im Hinblick auf die Bedenken und Anregungen der Bobstädter Bevölkerung: "Der gesamte Prozess der Messplatzbebauung ist ein dynamisches Verfahren, in das alle Anregungen jederzeit integriert werden können."

Alle Einwender sollen die Stellungnahmen in schriftlicher Form zugeschickt bekommen, ebenso wie die Beschlussvorlage mit dem entsprechenden Satzungsbeschluss.

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