Bürstadt

Bürstadt Redskins Footballspieler dürfen unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen wieder aufs Feld

Mit Disziplin durchs erste Corona-Training

Bürstadt.Anna Messina, Head of Redskins, begrüßt die American Footballer höchstpersönlich zu ihrem ersten Training nach der Zwangspause. Nicht wie gewohnt per Handschlag oder in familiärer Umarmung, sondern gemäß der vereinsinternen Vorgabe mit zwei Metern Sicherheitsabstand. Sie heißt die Spieler und Coaches der verschiedenen Teams nacheinander willkommen, gibt ihnen erste Verhaltenshinweise zur Sicherheit auf dem Platz und lässt sie dann in kleinen Gruppen auf das Gelände. Die Sportler stellen sich mit Mundschutz und mit gebotenem Abstand hintereinander auf und warten diszipliniert auf den Einlass.

Die Redskins stellen aktuell vier Teams mit mehr als 150 aktiven Footballern, Trainern und Betreuern. Beim ersten Training dürfen nur die Spieler und deren Coaches auf den Platz. Die Eltern der kleineren Spieler müssen direkt wieder wegfahren, oder von außerhalb des Geländes zusehen. In vorab fest eingeteilten Gruppen zu fünf Leuten, welche auch in absehbarer Zeit so zusammen bleiben werden, dürfen die erwartungsvollen Trainingsteilnehmer weitergehen.

Auf dem Spielfeld werden sie bereits vom Head of Sports, Bernd Fengel, erwartet. Auch er ist schon seit Stunden im Einsatz und überprüft Handschuhe, Masken, die gesundheitlichen Selbsterklärungen und was es eben in diesen Zeiten sonst noch zu beachten gibt.

Auf 15 gleich große und mit Hütchen markierte Felder verteilen sich dann die Akteure der Redskins-Seniors. Immer mit mindestens zwei Metern Abstand innerhalb der jeweiligen Fünfer-Gruppe und zehn Metern Abstand zum nächsten Team.

Wie es bei den Footballern auf der ganzen Welt Tradition ist, beginnt das WarmUp mit deutlich hörbaren Ansagen der Spielführer und lauten Feedbackrufen des Teams. Weiter geht es mit Ausdauerläufen, Linienläufen, Laufrouten, Backpaddles und ganz am Ende mit dem Abschlusshuddle. „Mir ging es erst mal darum, dass ein Training in Pandemie-Zeiten funktionieren kann und vor allem, den Spielern zu ermöglichen, sich wieder zu sehen“, erklärt Bernd Fengel im Anschluss.

Kontaktlos und draußen

„Es war echt toll, sich umzusehen und so viele engagierte Spieler und Coachs um mich zu haben. Ich bin unheimlich stolz“, sagt Fengel. Alle hätten sich vorbildlich verhalten. „Vielleicht liegt es auch in der Natur unserer Sportarten Cheerleading und Football, die sich besonders durch Disziplin auszeichnen, dass ein Training selbst unter solchen Bedingungen perfekt funktioniert.“ Stichwort Cheerleading: Für die Cheers der Redskins geht es am Dienstagabend ins erste Training. Auch hier kontaktlos und mit Schwerpunkt auf Fitness und Motorik. Es wird draußen trainiert, da hier das Risiko geringer erscheint.

Dieses erste Training in Corona-Zeiten habe funktioniert, freute sich Fengel. Oder wie Anna Messina es formulierte: „Die Redskins haben einen Beweis dafür angetreten, dass man mit Disziplin und Willenskraft auch im Vereinssport solche Krisen meistern kann.“ red

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