Bürstadt

Schillerschule Lärm der Baustelle dringt bei Hitze durch offene Fenster / Schulleiter hofft auf Abriss des Westbaus

Mit Gehörschutz im Klassensaal

Bürstadt.Der Rohbau der neuen Mensa auf dem Hof der Schillerschule ist fast abgeschlossen – also Erd-, Mauer- und Betonarbeiten. Das teilt der Kreis Bergstraße auf Anfrage unserer Zeitung mit. Allerdings sind damit auch die leiseren Tätigkeiten vorbei. „Im Moment wird ziemlich viel gebaggert“, sagt Schulleiter Torsten Wiechmann. „Es ist sehr laut, denn bei dieser Hitze stehen alle Fenster offen. Anders lässt es sich leider nicht aushalten.“

Bei stillen Arbeiten ziehen daher viele Schillerschüler ihren Gehörschutz über die Ohren. Dafür hat Wiechmann extra 150 Kopfhörer bestellt. „Wir hatten vorher schon zwei bis drei pro Klasse da, weil sich manche Schüler leicht ablenken lassen und damit besser konzentrieren können“, erklärt der Schulleiter. In Absprache mit ihrem jeweiligen Lehrer haben die Kinder dann entschieden, ob sie wegen des Baustellenlärms noch weitere brauchen oder von daheim mitbringen wollen.

Zerstückeltes Gelände

„Zum Teil wurden ganze Klassensätze geordert, andere wollten nur ein paar zusätzlich haben“, erzählt Wiechmann. Wichtig war ihm vor allem, dass der Gehörschutz mit Namen versehen wird und aus hygienischen Gründen nur von einem Kind genutzt wird. Bezahlt wurden diese entweder aus der Klassenkasse, oder die Lehrer sammelten den Betrag direkt ein. Rund 200 Kopfhörer sind nun im Einsatz, also ist ein Drittel der 600 Schillerschüler mit einem Gehörschutz ausgestattet.

„Wenn die Generalsanierung beginnt, wird es natürlich noch lauter“, meint Wiechmann. Der Schulleiter hofft darauf, dass der Westbau abgerissen und der Ostbau erweitert wird. Denn die zwei unterschiedlichen Gebäude sorgen für lange Wege. „Das erschwert die Abläufe sehr, weil wir ständig von hier nach da laufen. Ein kompaktes Schulgebäude wäre eine große Erleichterung.“ Zudem geht durch die neue Mensa ein großes Stück des Schulhofs verloren. „Unser Grundstück ist sehr zerstückelt. Wir haben zu St. Peter hin eine Wiese, die wir gar nicht nutzen können, weil der Westbau davor steht. Wenn dieser wegkommt, hätten wir wieder eine große zusammenhängende Freifläche.“

Beim Schulträger, dem Kreis Bergstraße, ist eine sogenannte „Vorentwurfsplanung“ erstellt worden, die zwei Varianten vorsieht. Deren Wirtschaftlichkeit werde gerade untersucht, heißt es auf Anfrage. Die eine Variante sehe einen Teil-Abriss mit Teil-Neubau vor, die andere den Erhalt aller Gebäude.

Offen ist bislang auch, wann die neue Mensa fertig wird. Vom Kreis heißt es nur, dies sei „nach wie vor Ende des Jahres“ vorgesehen. „Wir wollen die Einweihung auf jeden Fall mit einem Schulfest feiern“, kündigt Wiechmann an. Derzeit sind die Arbeiter mit dem Abdichten des Dachs beschäftigt. Als nächstes sollen die Fenster eingebaut werden.

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