Bürstadt

Ortsbeirat Sitzung beginnt mit Rundgang auf dem Bobstädter Friedhof / Stadt nimmt sich des Themas Grünschnitt an

Mulchgrube wird durch Drahtkörbe ersetzt

BOBSTADT.Vielen Bobstädter Friedhofsbesuchern ist sie schon lange ein Dorn im Auge, nun soll die Grünschnittmulde endgültig verschwinden. Stattdessen stellt die Stadt künftig vier große Drahtkörbe zur Grünschnitt-Entsorgung auf. Das hat der Ortsbeirat bei seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend beschlossen. Bei der Friedhofsbegehung zuvor brachten die Ortsvertreter außerdem Vorschläge für die Bepflanzung zwischen zwei Urnenwänden und einen Schaukasten am Eingangstor auf den Weg.

Endlich, brachte es Ortsvorsteher Uwe Metzner (Grüne) in der Sitzung auf den Punkt, sei eine Lösung für diese „leidige Sache“ in Sicht. Das unschöne Rechteck an der Friedhofsmauer soll schon in wenigen Wochen Geschichte sein. Die grubenartige Sammelstelle für Grünschnitt weicht vier großen Drahtgestellen, die an den beiden Eingängen und an markanten Punkten aufgestellt werden. Weil in die Körbe weniger hineinpasst, sollen sie in kurzen Abständen geleert werden. Laufe alles nach Plan, stünden die in spätestens 14 Tagen auf dem Friedhof, kündigte Peter Jakob an, dem die Friedhofsverwaltung untersteht. Der Standesamtsleiter zeigte den Beiratsmitgliedern vor Ort ein Exemplar als Anschauungsobjekt. „Die Müllentsorgung wird für alle bequemer. Es entstehen auch keine größeren Mengen Müll mehr auf dem Friedhof. Und es sieht besser aus“, fasst Jakob die Vorteile zusammen. In Bürstadt habe man bereits gute Erfahrungen mit diesem Modell gemacht. Neben den Drahtkörben sollen Restmülltonnen stehen. In diesem Zusammenhang appellierte Jakob an die Bevölkerung, die neuen Behälter nur für Grünschnitt zu nutzen. Sonst, berichtete er aus der Erfahrung vom Bürstädter Friedhof, würde die Müllentsorgung deutlich teurer. Die Grube selbst werde nach einer Testphase für die Drahtkörbe wieder mit Erde aufgefüllt. Nach Wunsch des Ortsbeirats soll an dieser Stelle eine kleine Rasenfläche mit Sitzgelegenheit entstehen. Damit folgte das Gremium einen Verwaltungsvorschlag, den die Stadt auf einen CDU-Antrag hin Ende vergangenen Jahres ausgearbeitet hat.

Auch das in die Jahre gekommenen Schild an der Eingangsmauer hat bald ausgedient. Ein Schaukasten mit allen wichtigen Informationen wie den anstehenden Beerdigungen soll die Tafel ersetzen. Als dritte optische Maßnahme ist die Befüllung einer Freifläche zwischen zwei Urnenrückwänden beschlossen worden. Bisher hatte sich in dem Zwischenraum Wasser gesammelt. Dem sollen künftig Vlies, Kies und Begrünung an den Randflächen einen Riegel vorschieben. Alle drei Beschlüsse ergingen einstimmig.

Stadtrat Herbert Röchner teilte der Versammlung im Namen des Magistrats mit, dass die sanierungsbedürftige Sporthalle noch mindestens bis zu den Sommerferien nutzbar sei. „Dazu wird es noch eine separate Veranstaltung geben“, kündigte er an, „die Arbeiten beginnen frühestens im Spätsommer“. Ferner gingen in Kürze Fragebögen an alle Bobstädter Haushalte, um die Schäden der Starkregenereignisse zu protokollieren.

Ortsvorsteher Metzner erinnerte die Stadt daran, dass bei den abgesenkten Kanaldeckeln in der Frankensteinstraße schon lange Abhilfe zugesagt worden sei, diese aber noch auf sich warten lasse. Außerdem gaben die Bobstädter der Stadt zwei Prüfanträge in Sachen Beleuchtung mit auf den Weg. Am Kreisel nahe der Pilzfabrik solle eine bessere Ausleuchtung des Fußgängerüberwegs geprüft werden. Ferner monierte der Beirat die Beleuchtung des Radwegs in Richtung Bürstadt in den Wintermonaten.

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