Bürstadt

Sport Leichtathleten des TV Bürstadt kehren zum Training zurück ins Stadion / Vier Gruppen treffen sich mit viel Abstand zu Sprints, Sprüngen, Werfen und Laufen

Nach viel Papierkram geht’s endlich wieder los

Bürstadt.„Der Aufwand ist riesengroß!“ Ulrike und Ernst Becker von der Leichtathletik-Abteilung des TV Bürstadt waren beim ersten Training am Dienstag zunächst einmal mit Papierkram beschäftigt. „Alle Übungsleiter mussten vorher eine Vereinbarung unterzeichnen, dass sie sich an die Regeln halten, und alle Athleten über die Hygiene-Vorschriften informieren und sie ebenfalls unterschreiben lassen“, erzählt Ernst Becker. Zudem haben die Sportler ihre Adresse und Telefonnummer hinterlassen – die wenigen Minderjährigen sogar die Einverständniserklärung der Eltern. Als das geschafft war, ging es endlich los.

Becker richtet sich nach den Regeln des Deutsches Olympischen Sportbunds und des Leichtathletikverbands. Demnach darf eine Gruppe aus vier Personen plus Trainer bestehen. Im Stadion haben zwei Mannschaften Sprints und Sprünge geübt, eine weitere hat Lauf-Training absolviert und die vierte hat Würfe mit Diskus, Kugel oder Speer trainiert. „Bei jedem Wechsel musste das Sportgerät natürlich desinfiziert werden – außer jemand hatte sein eigenes mit“, erzählt Becker.

Bis zu 16 Sportler ab U16 können sich also zum Training beim TV treffen. „Sonst waren wir oft über 30 Leute. Die Schüler und Minis kommen gar nicht, weil sie den Abstand nicht einhalten können“, bedauert Becker. Hochsprung werde im Moment nicht trainiert. „Da müsste nach jedem Sprung die Matte desinfiziert werden.“ Die Umkleiden bleiben leer, die Toilette darf immer nur eine Person besuchen. Bei schlechtem Wetter fällt das Training aus, in die Halle gehen die Leichtathleten nicht, betont Becker.

„Hat trotzdem Spaß gemacht“

Er selbst ist Sprinter und hat seine Schützlinge über die Bahnen 1, 3, 5 und 7 laufen lassen. „Zwischendurch habe ich ,Arme’ gerufen, dann breiten alle ihre Arme aus und drehen sich. So wissen sie, dass der Abstand wiederhergestellt werden muss.“ Er lacht. Seit rund 40 Jahren engagiert er sich in der Leichtathletik, aber jetzt ist auch für ihn alles neu. „Spaß hat es trotzdem gemacht“, gesteht er. Denn bewegen konnten sich zwar alle in den vergangenen Wochen – auch bei gemeinsamen Läufen durch den Wald, „aber richtiges Training war das nicht. Insofern sind alle froh, dass es jetzt wieder losgeht.“

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