Bürstadt

Ortsbeirat Bobstädter Gremium wünscht sich Investition von 40 000 Euro in Beleuchtung

Neue Lampen erhellen bald den breiteren Radweg

Archivartikel

Bobstadt.Großes Thema im Ortsbeirat, der wegen der Abstands- und Hygieneregeln im Foyer der Sporthalle tagte, war der Radweg zwischen Bobstadt und Bürstadt. Er soll zwischen Oktober und Dezember erneuert werden. Die Sanierung wird Hessen Mobil finanzieren und den Weg im Zuge der Bauarbeiten auch verbreitern. Dieser Verbreiterung fallen aber die Laternen am Wegrand zum Opfer. Die Kosten für eine neue Beleuchtung will Hessen Mobil allerdings nicht übernehmen, teilte Bürgermeisterin Bärbel Schader mit. Das müsse die Stadt übernehmen. „Ich finde es bedauerlich, dass Hessen Mobil kein Geld für Straßenlampen vorgesehen hat“, sagte Schader. Hessen Mobil argumentiere, dass die Beleuchtung außerhalb der Ortschaften nicht zwingend notwendig und deshalb Sache der Städte und Gemeinden sei.

Neue Laternen entlang des Radwegs würden rund 40 000 Euro kosten. Da diese Position aber nicht im Haushalt eingeplant sei, könne sie erst 2021 verwirklicht werden. Auf dem Radweg sind auch häufig Fußgänger unterwegs, die zu den Supermärkten in Bürstadt laufen, weil es in Bobstadt keine Einkaufsmöglichkeit mehr gibt. Derzeit werde geprüft, ob Solarleuchten aufgestellt werden könnten, so Schader.

Ralf Hergesell (SPD) warf ein, besonders über Winter sei eine Beleuchtung für die Sicherheit notwendig. Das sah auch seine Parteikollegin Bianka Fuchs so und schlug vor, einen anderen Posten im Haushalt zu finden, um die Verwirklichung direkt im Zuge der Bauarbeiten möglich zu machen und nicht erst im kommenden Jahr. Andreas Winkler (CDU) wollte wissen, ob es während der Baumaßnahme einen Ersatzradweg gibt. Darüber konnte die Bürgermeisterin noch keine Auskunft geben.

SPD-Fraktionschef Franz Siegl stellte klar, dass der Radweg auf jeden Fall beleuchtet sein muss und zwar im Zuge der Umbauarbeiten: „Es müsste doch gehen, die 40 000 Euro locker zu machen und eine andere Position im Haushalt zu verschieben.“ Dem hat inzwischen auch der Haupt- und Finanzausschuss zugestimmt, die Kosten noch im aktuellen Haushalt unterzubringen. Nun fehlt noch die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung am 1. Juli, damit die Lampen auf dem dann breiteren Radweg installiert werden können.

Angst bei Starkregen

Die SPD wollte den Sachstand zu den Überflutungsereignissen hören, da die Firma Unger bereits im September 2019 einiges präsentiert hatte. „Wenn man den Regen in Deutschland in den letzten Tagen sieht, und wenn der über Bobstadt niedergangen wäre, wären wir wieder abgesoffen“, so Hergesell. Allerdings dauere es noch, und ab dem Sommer würden einige Maßnahmen umgesetzt.

Im Zuge des Rad- und Verkehrswegekonzepts des Kreises ist die Radwegeführung von der städtischen Verkehrskommission überarbeitet worden. „Die Ergebnisse werden in einer der nächsten Sitzungen des Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses nach der Sommerpause vorgestellt, zu dem auch der Ortsbeirat eingeladen wird“, teilte Schader mit. Unter anderen wird der Radweg von Hofheim nach Bürstadt verlängert bis in die Mainstraße. Die Einweihung der Chausseeallee steht coronabedingt noch aus und soll nachgeholt werden.

Der Spielplatz am Messplatz ist fast fertig. Unternehmer hatten dafür etliche neue Spielgeräte gespendet. Lediglich die Beregnungsanlage muss noch eingebracht und der Rollrasen muss gelegt werden. Die Arbeiten hatten sich wegen Corona verzögert, weil die Spielplätze gesperrt waren und die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei teilweise selbst zur Risikogruppe gehören. Ebenso ins Stocken geraten sind die Renovierung der Sporthalle und die Umgestaltung der Kreuzung Frankenstein-/Mannheimer Straße. Für diese beiden Projekte ist der Kreis zuständig.

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