Bürstadt

Sainäwwel 1400 Euro gehen an vier soziale Einrichtungen / Premiere von „Aache zu un dorsch“ am 5. April in Riedrode

Neues Stück und Spendenschecks

Archivartikel

Bürstadt.Die Bürstädter Sainäwwel haben einen weiteren Teil der Einnahmen aus den Theateraufführungen 2018 an soziale Einrichtungen ausgeschüttet. Vorsitzende Gabi Schäfer-Bauer begrüßte nicht nur viele Kollegen, sondern auch die Abordnungen der vier Organisationen, die dieses Mal mit insgesamt 1400 Euro bedacht wurden, im Pfarrsaal von St. Peter.

Die Schlaganfallhilfe Bürstadt bekam einen Beamer im Wert von 650 Euro. Leiter Hans-Dieter Niepötter erläuterte: „Wir werden ihn intensiv für unsere Gruppe nutzen, um beispielsweise Filme anzuschauen. Oder auch für die Referenten, die wir einladen, denn nicht jeder ist mit einem eigenen Beamer ausgestattet.“

Eine Sitzgruppe erhielt die Kinderbetreuung Glückskäfer in der alten Schillerschule. Betreuerin Rosi Purdack schilderte, dass sich die alte Couch sprichwörtlich „aufgelöst“ hat. „Wir sitzen gerne mit den Kindern zusammen und lesen vor. Das ist mit der Sitzgruppe wieder möglich“, schilderte sie. Derzeit werden zehn Kinder ab zwei Jahren dort betreut. Die Glückskäfer eignen sich für Familien, die keine Vollzeitbetreuung benötigen.

Mitglied Lena Reischert hat während ihres Freiwilligen Sozialen Jahrs die Arbeit des „Café Z“ in Zwingenberg kennengelernt. Das ist eine Begegnungsstätte für Asylbewerber und Einwohner. Für Spiele und Material darf das Café nun 150 Euro ausgeben. „Wir sind alle ehrenamtlich tätig und die Förderung ist jetzt ausgelaufen. Deswegen können wir den Zuschuss gut gebrauchen“, berichtete Claudia Flath, Gemeindereferentin von Maria-Himmelfahrt und vom Arbeitskreis Asyl in Zwingenberg.

50 Euro fließen in den Aufbau einer neuen Selbsthilfegruppe für die Eltern der Kinder aus der Seebergschule Bensheim, einer Förderschule. „Die Eltern der Kinder kommen aus dem gesamten Kreis und treffen sich deshalb nicht so oft“, erzählte Schauspielerin Simone Kipfstuhl. Die Theatergruppe hat seit 1985 nun rund 262 000 Euro gespendet.

Die Truppe nutze die Gelegenheit, gleich Werbung für das neue Stück zu machen, das am Freitag, 5. April, 20 Uhr, im Riedroder Bürgerhaus Premiere feiert. Die weiteren Vorstellungen laufen bis 4. Mai. Gespielt wird erneut eine englische Boulevardkomödie mit dem Bürstädter Titel: „Aache zu un dorsch!“

Norbert Gebhardt gab einige Vorabinfos. „Es gibt neun Rollen in dem Stück, das zwei Akte hat“, erklärte er. Die Handlung spielt im Hotel Biebrich in Wiesbaden. Dort lädt der hessische Minister Axel B. Auer die Sekretärin der Opposition in eine Suite ein, um einen erotischen Abend mit ihr zu verbringen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit den beiden. Der Minister hat alle Hände voll zu tun, um das nicht zustande gekommene Verhältnis vor den Besuchern der Suite zu verbergen. Das sind unter anderem die Hoteldirektorin, der Etagenkellner und die eigene Ehefrau.

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