Bürstadt

Naturschutz Nabu befestigt Kästen im Bürstädter Wald

Nistplätze für Fledermäuse

Archivartikel

Bürstadt.Nachdem bereits Ende Januar über 100 Nistkästen für Meisen und Trauerschnäpper im Bürstädter Wald kontrolliert und gereinigt worden waren, hat der Naturschutzbund Bürstadt jetzt für eine weitere auf Höhlen angewiesene Tiergruppe für Unterschlupfmöglichkeiten gesorgt.

Beate Holzheid, Walter Schuck und Michael Held hängten bei frühlingshaftem Wetter insgesamt 20 Quartierkästen auf, die Fledermäusen in den Sommermonaten als Rückzugsorte dienen sollen. Sie können auch Ort für die Aufzucht des Nachwuchses sein. Zwei der Kästen sind aufgrund ihrer extrem dicken Außenwände sogar als frostfreies Winterquartier geeignet.

Das Gebiet wurde gezielt ausgesucht und mit dem Forstamt Lampertheim abgesprochen. Die Mitarbeiter des Forstamts hatten kostenfrei die notwendige Einfahrgenehmigung erteilt. Die Kästen hängen nun in einem Areal, das in einer der sogenannten „Kernflächen“ des Forstamts Lampertheim liegt. Nach einem zweistufigen Auswahlprozess und einer intensiven Diskussion mit Naturschutzvereinigungen wurden knapp 980 Hektar ausgewählt. Darunter sind drei Flächen mit einer Größe von über 100 Hektar. In den Kernflächen wird dauerhaft auf eine forstliche Nutzung verzichtet.

Ziel ist, dass sich durch die natürliche Entwicklung nach und nach beispielsweise Höhlen durch Spechte oder nach Astabbrüchen entwickeln, so dass Fledermäuse und andere auf Baumhöhlen angewiesene Waldbewohner wie Waldkauz, Meise, Kleiber und auch Haselmäuse ausreichend Angebot finden.

Bis dieser Zustand erreicht ist, sind flankierende Maßnahmen wie das Angebot künstlicher Höhlen eine hilfreiche Ergänzung. Diese Aktion ist ein Beispiel für eine Kooperation zwischen dem Forstamt Lampertheim und dem Naturschutzbund Bürstadt. red

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