Bürstadt

Messergebnisse Verein untersucht Proben

Nitrat im Grundwasser

Bürstadt.Hohe Nitratwerte im Grundwasser hat der Verein VSR-Gewässerschutz bei den Brunnenwasserproben festgestellt, die während einer Informationsveranstaltung am 6. September in Bürstadt beim Labormobil abgegeben wurden. In jeder dritten untersuchten Probe habe die Nitratkonzentration oberhalb des Grenzwertes der deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter gelegen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Insgesamt sei bei der Untersuchung das Wasser aus 39 privat genutzten Brunnen aus Bürstadt und Lampertheim analysiert worden. "Die Landesregierung in Wiesbaden muss in dieser Region dringend zusätzliche Maßnahmen zur Verringerung der Belastung aus der Landwirtschaft - wie in der novellierten Düngeverordnung vorgesehen - verankern", sagt Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz.

Grenzen überschritten

Die Vereinsmitglieder fanden bei der Untersuchungen 152 Milligramm Nitrat pro Liter in einem privat genutzten Brunnen in Bobstadt. In weiteren Brunnen stellten die Umweltschützer in Hofheim 88 Milligramm pro Liter, in Bürstadt 85 Milligramm pro Liter und in Lampertheim 68 Milligramm pro Liter fest. Das getestete Grundwasser sei wegen der Überschreitung des Grenzwertes der Trinkwasserverordnung nicht zum Trinken geeignet. Derart belastetes Wasser solle nicht zum Befüllen eines Fischteichs genutzt werden. Eine Massenvermehrung von Algen könnte zu Fischsterben führen. Und beim Bewässern mit nitratbelastetem Grundwasser komme es zu einer zusätzlichen Nitratzufuhr. red

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