Bürstadt

Starkregen Verwaltung prüft Kanalsystem in Bobstadt

Noch viele Fragen offen

Bobstadt.So etwas will keiner mehr erleben: Die sturzbachartigen Regenfälle im Juni hatten die Kanäle in Bobstadt völlig überfordert. Zahlreiche Keller standen unter Wasser. Sind Schieber im Stadtteil zu spät geöffnet worden? Waren Ablaufgräben verdreckt? Wie ist die Situation zu verbessern? Solche Fragen treiben nicht nur die Bürstädter SPD um. Auch etliche Bobstädter fragen sich, was an diesem Abend schief gelaufen ist, das wurde bei der Sitzung des Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses deutlich.

Einige Punkte konnte die Stadtverwaltung direkt klären: Die beiden Pumpwerke in Bobstadt hätten reibungslos funktioniert, berichtete Bauamtsleiter Frank Lindemann. Es hätten auch keine Schieber oder sonstige Mechanismen betätigt werden müssen. Allerdings sei das Kanalnetz von den Wassermengen komplett überfordert gewesen.

Prüfauftrag an Ingenieure

Wie Bürgermeisterin Bärbel Schader mitteilte, habe die Verwaltung das Ingenieurbüro Unger damit beauftragt, die Situation in Bobstadt zu prüfen. Wegen der Gräben habe das Rathaus Kontakt mit dem Gewässerverband Bergstraße aufgenommen. Eine Antwort vom Deutschen Wetterdienst steht ebenfalls noch aus. Die Verwaltung hatte um eine Einschätzung des Starkregenereignisses gebeten: Wie oft ist rein statistisch mit solchen Wolkenbrüchen zu rechnen – alle fünf, alle zehn oder alle 20 Jahre? Die Auswertung aller offenen Fragen soll auch für die Sanierung der Darmstädter Straße berücksichtigt werden, kündigte Bürgermeisterin Bärbel Schader an. Davon hänge ab, welches Fassungsvermögen die Kanäle künftig brauchen. sbo

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