Bürstadt

Sozialausschuss Gremium stellt Entscheidung auf den Prüfstand / Einnahmen sollen Einrichtungen zugute kommen

Notbetreuung auch 2019 nicht kostenlos

Archivartikel

Bürstadt.Vor einem Jahr hat die Stadt Bürstadt Gebühren für die Notbetreuung in den Kindergärten während der Sommerferien eingeführt. Der Stadt ging es seinerzeit darum, eine Verbindlichkeit zu schaffen, da viele Eltern ihre Kinder für das damals kostenlose Angebot angemeldet hatten, diese dann aber nicht teilnahmen. Nun kam der Sachverhalt auf Antrag der SPD nochmals auf den Prüfstand im Sozialausschuss.

Edith Appel-Thomas (SPD) hatte angefragt, wie viel Geld 2018 zusammengekommen war. Die Summe beläuft sich auf 2600 Euro. Einen Verzicht darauf „sollte sich die Stadt eigentlich erlauben können“, erklärte Philipp Ofenloch (SPD) zu Beginn der Sitzung. SPD-Fraktionsvorsitzender Franz Siegl kritisierte den Kindergartenbeirat, der sich für die Beibehaltung der Gebühren ausgesprochen hatte. „Er sollte nur beraten und keine Beschlüsse fassen. Ursprünglich wurde er eingeführt, damit städtische und kirchliche Einrichtungen gleichberechtigt sind“, merkte Siegl an. Er lenkte dann aber ein und betonte, dass gegen die Entscheidung des Kitabeirats nichts getan werden könne. Das eingenommene Geld solle dann wenigstens anteilig an alle sechs Einrichtungen verteilt werden. Wie das Geld verwendet werde, sollen die Kitas entscheiden. Dieser Beschlussvorschlag wurde mit einer Mehrheit von acht Stimmen angenommen. Es gab eine Gegenstimme aus den Reihen der SPD. Für 2019 sind bisher weniger Kinder für die Notbetreuung in den Sommerferien angemeldet als im Vorjahr, so die Verwaltung.

Um die Kinderbetreuung ging es auch beim nächsten Tagesordnungspunkt. Die Stadt wird 2019 eine Qualitätspauschale vom Land in Höhe von voraussichtlich 69 000 Euro erhalten. CDU und FDP fragten nach, wie diese bisher verwendet worden ist. 2018 betrug die Pauschale rund 48 400 Euro. Sie wurde für Fortbildungen zum Thema Bildungs- und Erziehungsplan verwendet. Dazu kamen Fachbücher und Dokumentationsmappen für jedes Kind. Auch in Ausstattungsgegenstände wie die Rampe in der Krippe Entdeckernest oder den Sinnesraum der Kita Zwergenwald ist ein Teil des Geldes geflossen. Die Grünen hatten eine Anfrage zu den Dixie-Toiletten auf dem Freizeitkickergelände gestellt. Die Stadt antwortete, dass die Toiletten entsprechend ihrem Zweck angenommen würden und keine Befragung bei den Nutzern des Geländes stattgefunden habe.

Das Jugendhaus ist inzwischen möbliert. Eine der nächsten Sitzungen des Sozialausschusses soll dort stattfinden. Die Jugendratswahl ist vor Ostern geplant, verkündete Bürgermeisterin Bärbel Schader. Die Schwimmbadbegehung sei im März vorgesehen. cid

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