Bürstadt

Gottesdienste In Bürstadt stimmen die katholischen und evangelischen Gemeinden ihr Programm ab / Zahlreiche Angebote und besondere Glanzlichter

Planung für die Feiertage steht

Bürstadt.Die Stimmung in den Bürstädter Gotteshäusern ist gut, die beiden Pfarrer Peter Kern und Rainer K. Heymach nehmen die derzeitige Lage mit einer guten Portion Humor. Trotzdem war es ein gutes Stück Arbeit, bis die Gottesdienstordnung für Dezember und besonders für Weihnachten gemacht war, berichten die beiden.

„Man muss die Situation nehmen, wie sie ist, und nicht allzu viel meckern. Mehr Gelassenheit tut uns allen gut“, stellte Pfarrer Kern von der katholischen Pfarrgruppe fest. Deswegen will er sich auch nicht so sehr wegen der Maskenpflicht ärgern, die seit einigen Wochen während der Gottesdienste besteht.

„Bei uns gab es diese Vorgabe schon die ganze Zeit über, denn unsere Kirchen sind ja nicht so groß“, merkte sein evangelischer Kollege Heymach an. In Bürstadt in der Heinrichstraße dürfen derzeit 26 Besucher Platz nehmen, in Bobstadt in der Holländerstraße sind es gerade mal 18 Plätze. Und da wird es natürlich eng, besonders an Weihnachten, wenn traditionell viele Christen in die Gotteshäuser strömen.

In St. Peter können 80 Plätze angeboten werden, in St. Michael sind es nach aktuellem Stand hundert. Zudem dürfen die Gläubigen nicht singen. Und auch in das stimmungsvolle „Stille Nacht, heilige Nacht“ dürfen sie nicht einstimmen. Lediglich zuhören ist möglich. Das Programm rund um die Festtage haben die Gemeinden aufeinander abgestimmt.

Katholische Pfarrgruppe: Am Donnerstag, 24. Dezember, gibt es auf katholischer Seite sieben Möglichkeiten, Messen oder Christmetten zu besuchen. Um 14 Uhr finden gleich zwei Kinderwortgottesdienste statt: in St. Peter für Kindergartenkinder und ihre Familien, in St. Michael für Schulkinder und deren Angehörige. Um 15 Uhr sind in St. Peter noch einmal die Schulkinder in den Pfarrgarten eingeladen.

Die Christmetten sind dann jeweils um 17 Uhr in beiden Kirchen und in St. Michael um 22 Uhr. „In regulären Zeiten ist der Andrang sehr hoch. Es waren schon bis zu tausend Besuchern am Heiligabend da“, so Kern. An den Feiertagen gibt es jeweils um 9 Uhr und um 10.30 Uhr ein Angebot in beiden Kirchen.

Altenheim St. Elisabeth: Am 24. Dezember ist für 14.30 Uhr eine weihnachtliche Besinnung auf dem Vorplatz des Altenheims St. Elisabeth geplant – „für die Bürstädter, aber auch für die Bewohner, die auf den Balkonen oder an den Fenstern teilnehmen können“, erläuterte Pfarrer Kern.

Evangelische Gemeinden: In Bobstadt gibt es an Heiligabend jeweils um 15.30 und um 16.30 Uhr eine festliche Lesung der Weihnachtsgeschichte. „Unter anderem haben wir in dieser halbstündigen Veranstaltung Orgelmusik dabei“, beschrieb Pfarrer Heymach. In Bürstadt wird am 24. Dezember, 16 Uhr, die Familienweihnacht etwas größer gefeiert. Dafür zieht die Gemeinde ins Bürgerhaus, um den nötigen Platz dafür zu haben. Um 18 Uhr gibt es eine Vesper in der Gustav-Adolf-Kirche. Am ersten Feiertag wird jeweils Dekan Arno Kreh die Messen halten, um 9 Uhr in Bobstadt und 10.15 Uhr in Bürstadt.

Adventssonntage: Am dritten Advent, 13. Dezember, 15 Uhr, plant die evangelische Gemeinde eine Andacht mit Konzert in Bürstadt. Am vierten Advent, 20. Dezember, 18 Uhr, gibt es eine Messe unter freiem Himmel bei der Sängerlust.

Lichtergottesdienste: In der katholischen Pfarrgruppe werden an jedem Freitag im Dezember, 7 Uhr morgens, Lichtergottesdienste in St. Michael gefeiert, allerdings ohne das Frühstück danach.

Friedenslicht: Am Dienstag, 15. Dezember, 19 Uhr, wird das Friedenslicht in St. Michael erwartet. Zu Beginn geben die Pfadfinder einen kleinen Impuls, dann kann bis 20 Uhr das Licht im Portalbereich mit Abstand abgeholt werden.

Keine „Kirche im Licht“: Die Veranstaltung fällt in diesem Jahr aus. „Zumal kürzlich unsere treibende Kraft Angela Rohatsch unerwartet verstorben ist. Ihre Söhne sind es ja, die den Abend immer gestaltet haben“, machte Pfarrer Kern deutlich.

Online-Gottesdienste: Sowohl die evangelische als auch die katholische Gemeinde haben für ein umfangreiches Online-Angebot gesorgt. Hier gibt es auch ein Wiedersehen mit Pfarrerin Johanna Gotzmann. Zwar beginnt am 2. Dezember ihr Mutterschutz. Trotzdem wird sie am zweiten Feiertag mit Kamel Salomo digital zu sehen sein.

Anmelden: Für alle Messen müssen sich die Besucher zuvor telefonisch anmelden. Bei der katholischen Pfarrgruppe geht das auch über das Internet. Möglich ist das für die Weihnachtsgottesdienste in der katholischen Pfarrgruppe mit Erscheinen des Pfarrbriefes Anfang Dezember, bei der evangelischen Kirche Mitte Dezember, wenn der Gemeindebrief erscheint. „Weihnachten ist so ein wichtiges Fest, und die Planung war eine Herausforderung. Aber die Hygieneauflagen funktionieren sehr gut, und wir haben genügend freiwillige Ordner gefunden“, betonte Gemeindereferentin Iris Held.

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