Bürstadt

Sportpark Drei Entwürfe für neues Bildungszentrum / Favorisierte Variante kostet 3,9 Millionen Euro

Politiker stimmen für Plan B

Archivartikel

Bürstadt.Welches Architekturbüro wird mit dem endgültigen Entwurf für das Bildungszentrum auf dem Bildungs- und Sportcampus in Bürstadt beauftragt? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Politiker des Umwelt- und Stadtentwicklungsaussschusses sowie des Sozialausschusses in ihrer Sitzung am Dienstagabend.

Die drei eingereichten Lösungen stellte Frank Bornmann von der Firma Drees & Sommer vor, die das Projekt steuert. Offen blieb, um welche drei Architekturbüros es sich handelt. Ihre Konzepte wurden als Varianten A, B und C präsentiert. Bei A ist als Gebäude ein vierstöckiger Kubus in der Mitte des Campus vorgesehen, mit einer Terrasse auf der obersten Ebene.

B gliedert das Gebäude zentral an das Spielfeld des VfR an. Es wird mit einer langen Rampe an das TV-Gelände angebunden, hat zwei Geschosse mit einer umlaufenden Galerie, die an eine Tribüne erinnert und fügt sich mit seiner fließenden Form ins Gelände ein. Im Inneren sind in der Grobplanung zudem Umkleide-, Seminar- und Kreativräume vorgesehen. Variante C nimmt den Liegehügel des Freibads mit auf und bleibt eingeschossig, aber mit vielen Glasfronten.

Teures Konzept

Variante B stand bereits vor dieser Sitzung als Favorit fest, dies hatte sich bei einer Präsentation Anfang August mit Frank Bornmann herauskristallisiert. Bürgermeisterin Bärbel Schader, Mitarbeiter des Rathauses, Fraktionsvorsitzende sowie Vertreter von Jugendförderverein und Pakt für den Nachmittag hatten sich für B ausgesprochen. Allerdings ist dieses Konzept mit geschätzten 3,9 Millionen Euro auch das teuerste. Unter anderem die Form des Baukörpers und die Rampe verursachen die hohen Kosten.

Alexander Bauer (CDU) erklärte, die Variante sei schön, aber auch kostenintensiv: „Da stellt sich die Frage, ob es als Passivhaus gebaut werden muss.“ Franz Siegl (SPD) verlangte, dass die Unterhaltungskosten für die nächsten 20 bis 30 Jahre berechnet und auch die Personalkosten entsprechend bestimmt werden müssten. Dem stimmte die Bürgermeisterin zu. Das Energiekonzept und die Folgekosten sollen in der nächsten Phase berechnet und bedacht werden. „Dann geht es auch um die Nutzungsanträge. Wir haben gute Erfahrungen mit dem Bundesfreiwilligendienst gemacht, die Sozialagentur Fortuna hat sich vorgestellt, und auch das Lernmobil Viernheim könnte das Gebäude nutzen. Für letztere gäbe es auch Förderungen“, erklärte Schader.

Zentrales Gebäude für Vereine

Bauer lobte, Variante B sehe ein zentrales Gebäude für viele Vereine vor – das sei für die Stadt günstiger, als für alle Sportvereine etwas eigenes zu bauen. „Die Bürstädter Mitte haben wir auch für alle Bürger geschaffen, so soll auch der Sport- und Bildungs-campus für alle sein“, betonte er.

Mit den Familien des benachbarten Bubenlachrings hat die Bürgermeisterin bereits bei einer Anwohnerversammlung gesprochen und ihnen dabei die Planungen vorgestellt. „Die Anwohner freuen sich auf die Realisierung“, erklärte sie. Das dauere aber noch etwa drei Jahre.

Die Kommunalpolitiker von Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss sowie Sozialausschuss entschieden sich schließlich einstimmig für Variante B – wobei der Name des Architekturbüros nach wie vor nicht genannt wurde. Jetzt muss noch die Stadtverordnetenversammlung zustimmen. Sie tagt wieder am Mittwoch, 19. September, um 19.30 Uhr.

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