Bürstadt

Gemarkungsrundfahrt Mit Bürgermeisterin Bärbel Schader auf der Rolle rund um Bürstadt

Probleme in Feld und Flur begutachtet

Archivartikel

BÜRSTADT.Rauf auf den Trecker, rein in die Rolle und einmal über Bürstadts Äcker und Wiesen. Das war erneut das Motto der traditionellen Gemarkungsrundfahrt mit Bürgermeisterin Bärbel Schader. Vertreter aus Politik, Stadtverwaltung, Landwirtschaft und Naturverbänden tuckerten gemeinsam über Bürstadts Feldwege, um sich vor Ort ein Bild von Problembereichen in der Feldflur machen zu können.

„Es wurden vorher bestimmte Punkte angemeldet“, erklärte Schader bei strahlendem Sonnenschein beim Bulldogg- und Landmaschinen Club im Boxheimerhof. Weil in diesem Jahr mit rund 20 Personen besonders viele Interessensvertreter mitfuhren, zog der Verein gleich zwei Rollen mit Sitzmöglichkeiten durch die Bürstädter Gemarkung.

Viele Akteure – ein Konsens

„Wir wollen uns vor Ort den aktuellen Stand der Dinge anschauen, uns vergewissern, was fertig ist und wo es noch hakt“, begrüßte Schader die Teilnehmer. Die Rathauschefin freute sich besonders über die „vielen Akteure“, die mit ihren unterschiedlichen Sichtweisen zu guten Konsensfindungen beitrügen. Vom Vereinsgelände im Boxheimerhof knatterten die Traktoren gleich raus aufs Feld, wo auch die Wege wieder besonders im Fokus standen. „Mit dem Mähdrescher braucht man immer drei Meter Platz. Und bei Schäden sind die nicht gerade günstig“, merkte ein Teilnehmer an. Erste Station war ein Blühstreifen, der als Ausgleichsfläche für das Baugebiet Sonneneck IV unweit vom Boxheimerhof entstanden ist. Hier sei bereits ein Anstieg des Artenreichtums festzustellen.

In Richtung Bahngleise stieg die Abordnung dann aus, um das Areal für die geplante Hundewiese zu begutachten. „Nach langer Suche haben wir hier endlich einen Konsens gefunden“, erklärte Schader. Die rund 5000 Quadratmeter große Grünfläche verläuft zwischen Bahngleisen und Feldweg und befindet sich in Sichtweite der B 47. „Auf dem über 200 Meter langen Streifen sollen zwei geteilte eingezäunte Bereiche entstehen“, stellte Henry Riechmann, Diplom Biologe und naturschutzfachlicher Berater der Stadt, die Planungen vor.

Bürgermeisterin Schader erhofft sich durch die Hundewiese einen positiven Effekt in Sachen Sauberkeit für Bolz- und Spielplätze im Stadtgebiet. Von dort aus ging es über Hasselache, Großes Loch und Glockenbuckel weiter zur Alten B 47. Über die verlängerte Forsthausstraße brachte Riechmann die Mitfahrer auf den neusten Stand des Biotops an der Altrheinschlinge bei Riedrode, wo es ideale Voraussetzungen für den Naturschutz gebe. Hier könne sich die Natur „wie von selbst ausbreiten“.

Über den Feldweg Schlinkenwinkel fuhr die Abordnung zurück zum Bulldogg- und Landmaschinen Club, wo es zum Abschluss noch einen Imbiss gab.

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