Bürstadt

Erich Kästner-Schule Stephanie Dekker zur Direktorin ernannt / Aufsichtsbeamter des Schulamts überreicht Urkunde

Proksch: Ein Schatz für Bürstadt

Bürstadt.Stefanie Dekker leitet die Erich Kästner-Schule (EKS) zwar schon seit April 2016, aber als Direktorin ist sie erst gestern ernannt worden. Die Urkunde überreichte Markus Proksch vom Staatlichen Schulamt. "Bürstadt hat einen Schatz bekommen", sagte er bei seiner Ansprache.

Proksch erzählte, wie überrascht er war, als er in das Büro der Schulleiterin gekommen sei. Denn Stephanie Dekker habe die Schulentwicklungsthemen an die Wand ihres Zimmers gehängt - und nicht die reinen Organisationstafeln wie andere. "Das hat mich sehr beeindruckt, und ich hatte eher das Gefühl, dass man sie ein bisschen bremsen muss, damit sie niemanden mit ihren Vorhaben überfordert", sagte er.

Stets die Kinder im Blick

Laut Proksch hat die EKS-Chefin immer die Kinder im Blick. Sie habe die Konferenzen reformiert und sie schaue nicht auf die Uhr, so dass sie immer telefonisch erreichbar sei, wenn es etwas zu besprechen gebe, erzählte der Schulaufsichtsbeamte.

Zu ihrer Ernennung gratulierte zudem die Erste Beigeordnete Diana Stolz vom Kreis Bergstraße. "Für die Klassen sind die Lehrer prägend, für die Schule die Schulleitung und die Direktorin", fasste Stolz zusammen. 19 Millionen Euro fließen in die Generalsanierung der EKS, erklärte Stolz weiter. Danach sei sie eine der modernsten Schulen der Umgebung. "Dass die Arbeiten noch laufen, haben wir auf dem Weg hierher schon gemerkt. Aber die EKS ist auch eine der lebhaftesten Schulen im Kreis, hier ist immer etwas Besonderes los", fügte Diana Stolz an. Die Schüler lernten hier Respekt, Toleranz und Verantwortung. Sehr beeindruckt ist sie auch von dem Projekt "Old meets Young", das in Kooperation mit dem Altenheim St. Elisabeth sozusagen generationsübergreifend läuft. "Von Hamburg sind Sie zurück nach Hessen und in Ihre alte Heimat, den Kreis Bergstraße, gekommen. Ich wünsche Ihnen ein glückliches Händchen und alles Gute", schloss Diana Stolz.

Lob gab es auch von Bürgermeisterin Bärbel Schader, die Stephanie Dekker ebenfalls seit dem vergangenen Jahr kennt. Sie erinnerte sich an das lange Gespräch mit ihr: "Die Unterhaltung war spritzig, wach und pfiffig, und ich habe gemerkt, dass Sie eine leidenschaftliche Pädagogin sind." Die EKS unterstehe zwar dem Kreis, trotzdem legt die Bürgermeisterin großen Wert auf gute und sinnvolle Zusammenarbeit, denn die Schüler kämen überwiegend aus Bürstadt und dem Ried.

Christine Andes sprach kurz für den Personalrat und meinte, die neue Schulleiterin habe ein offenes Ohr für alle und so einiges zu bewältigen, was vordergründig gar nicht auf der Liste stehe. "Ich habe Sie als freundlich und bestimmt erlebt, und manchmal sind Sie auch angeeckt bei den Kollegen. Aber Sie waren immer kritikfähig", sagte Andes. Die Schülervertretung wünschte sich künftig nicht nur ein offenes Ohr, sondern auch ein offenes Herz für die Schüler.

"Ich habe bei meinem Umzug hierher viel zurückgelassen, aber ich habe ganz schön viel dazugewonnen", bedankte sich die Direktorin bei allen. Sie war früher bereits in der Schulleitung tätig, aber an der EKS steht sie nun alleine an der Spitze, was neu für sie sei. "Sie haben mich gut aufgenommen, und gemeinsam wollen wir etwas für die Kinder bewegen", wandte sich Stephanie Dekker an das Kollegium.

Die Schüler sollen fit für die Zukunft gemacht werden und ein positives Selbstkonzept haben. "Wir wollen gemeinsam sagen, das ist 'unsere' Schule, getreu dem neuen Motto 'Miteinander - Füreinander'", stellte die Direktorin fest. Im Anschluss gab es ein lockeres Grillbüffet und Möglichkeiten zum Austausch. Die Lehrerband sorgte mit zwei Musikstücken für einen festlichen Rahmen bei der Ernennung.

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