Bürstadt

Sport Digitalisierung hält am Schießstand Einzug / Verein investiert 35 000 Euro

Prominente dürfen Anlage testen

Bürstadt.Die Bürstädter Schützen haben für gut 35 000 Euro ihren Luftgewehrstand mit einer elektronischen Anlage zur Überwachung der Trefferanzeige ausgestattet. Die Digitalisierung erleichtert die Arbeitsabläufe am Luftgewehrstand ganz wesentlich. Bei einem Prominenten-Schießen durften politische Vertreter ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen.

Statt auf Scheiben zu schießen, die früher per Seil herangezogen wurden, um sich die Treffer näher anzuschauen, zielen die Schützen im Luftgewehrstand auf eine Scheibendarstellung. Diese ist auf einem Tablet-Bildschirm zu sehen, und damit auch die Treffer. Geschossen werden kann mit Luftgewehr und Luftpistole sowie mit Lichtgewehr. Die Geschosse oder das Licht durchlaufen mehrere Infrarot-Lichtschranken, so können über die Koordinaten die Einschussstellen genau berechnet werden.

„Die Treffer-Anzeige ist zugleich in den Nebenraum auf einen Monitor übertragbar, so dass Besucher alles verfolgen können“, erklärte Vorsitzender Wolfgang Adrian. Der Schützenverein in Bürstadt verfüge nun über einen Luftgewehrstand mit modernster Technik. Attraktiv nicht nur für erwachsene Schützen. Mit dem Luftgewehr schießen ist ab zwölf Jahren möglich, beim Lichtgewehr gibt es keine Altersbeschränkung, empfohlen wird es vom Verein ab acht Jahren.

„Wir verfügen zur Zeit über eine gute Nachwuchsgruppe“, so Marcus Uhrig vom Verein. Man wolle die Kinder und Jugendlichen mit Respekt an den Schießsport heranführen. Auch, wenn es sich um ein Sportgerät handele, sei es immer noch eine Schusswaffe. Jürgen Heiser vom Verein warf zudem den positiven Effekt für Kinder und Erwachsenen ein. Sie könnten durch den Schießsport ihre Konzentration fördern.

Bürgermeisterin Bärbel Schader gratulierte zu dieser modernen Anlage und lobte die zukunftsweisende Investition, die mit Hilfe des Vereins, der Stadt und dem Landesverband der Deutschen Sportschützen finanziert werden konnte. „Damit wird eine perfekte Trainingsstätte angeboten“, so Schader, stehen doch auch alljährlich viele erfolgreiche Schützen bei der städtischen Sportlerehrung bereit. Damit könne man jungen Menschen und Erwachsenen einen attraktiven Verein anbieten und diese zum ehrenamtlichen Engagement motivieren. Nur so könne Gesellschaft gestaltet werden.

Bauer trifft fast perfekt

Das Ehrenamt und das Vereinsengagement hoben auch CDU-Landtagskandidat Alexander Bauer sowie sein politischer SPD-Kontrahent Marius Schmidt heraus, die beiden weiteren politischen Teilnehmer am Prominenten-Schießen.

Alle durften fünf Probeschüsse abgeben, der sechste Schuss wurde dann gewertet. Schmidt schaffte eine 7,1 auf der Scheibe, Schader und Bauer zogen mit 7,8 gleich, daher musste ein Stechen her. Bei diesem gewann Bauer gekonnt, schoss eine 10,5 auf der Scheibe und lag damit nur 0.4 Punkte außerhalb des perfekten Schusses in den Mittelpunkt. str

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional