Bürstadt

American Football Nach drei Jahren Abstinenz laufen Bürstadts Herren wieder auf / Zuschauer fiebern begeistert mit

Red Skins wieder am Start

Bürstadt.Auch wenn der Wetterbericht wenig Gutes vorausgesagt hatte und viele Familien Muttertag feierten, fieberten beim ersten Heimspiel der Red Skins etwa 250 Zuschauer dem Kick off entgegen. Nach drei Jahren Abstinenz machte sich im Stadion an der Wasserwerkstraße erstmals wieder echtes Football-Feeling breit.

Im familiären Umfeld wurde die aus 33 Spielern gebildete Mannschaft mit viel Applaus empfangen – angefeuert von den Cheerleadern, die sich aus Sportlerinnen des Senior-Teams, den Red Arrows und einigen Mitgliedern des Juniorteams, den Tomahawks, zusammensetzten. Auf dem Spielfeld wurden sie von Headcoach Jürgen Zühlsdorf in Empfang genommen. „Charlie“, wie er im Verein genannt wird, stimmte seine Truppe, zum Großteil Football-Novizen, auf die gegnerische Mannschaft ein: die Wetterau Bulls aus Wölfersheim.

Jugend-Footballtrainer Bernd Fengel schaute vom Feldrand aus zu. Er hatte Rafaiel und Gianluca als „Waterboys“ damit beauftragt, die Spieler mit Wasser zu versorgen. Viel beschäftigt an diesem Tag, hatten die beiden Nachwuchs-Footballer dabei Gelegenheit, sich bei den „Großen“ einiges abzuschauen.

Von Kampf- und Motivationsgeschrei angefeuert, stürzten sich die gegnerischen Mannschaften ins Getümmel. Unter den scharfen Augen der Schiedsrichter, die jeden Regelverstoß – sei es ein Griff in die Gesichtsmaske, Festhalten oder die Verzögerung des Spiels – sofort bestraften, wollten beide Teams den ersten Sieg der Saison für sich verbuchen. Denn sowohl die Red Skins als auch die Bulls hatten ihre Auftaktspiele auswärts verloren.

Während der Duft von Hot Dogs und Hamburgern das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ, machte der fünf Monate alte Sohn von Football-Abteilungsleiterin Miriam Beyerle seinen Unmut über seinen Sitzplatz auf dem Rasen lauthals Luft. „Er will immer hoch genommen werden, damit er besser sieht“, erläuterte Beyerle lachend.

Ihr sah man die Anspannung ebenso an wie Rückkehrer Andre Zeimet, der verletzt, aber in voller Montur, das spannende Spiel von der Seitenlinie aus verfolgte. „Let’s go Defense, let’s go“, feuerten die Cheerleader ihre Abwehr an. Und die machte „einen Bomben-Job“, wie Zeimet anerkannte. Im Verlauf des Spiels konnten die Rothäute sogar zum 13:13 ausgleichen.

Doch dann gelang nicht mehr allzu viel. Am Ende musste sich die Mannschaft mit 13:25 geschlagen geben. Während die Bürstädter ohne Verletzungen das Spiel beenden konnten, musste ein Spieler der Wetterau Bulls mit dem Krankenwagen abgeholt werden. „Wir haben aus dem Spiel einige Erkenntnisse gewonnen und werden weiter hart trainieren“, kündigte Zeimet. Drei Mal die Woche trifft sich das aus 42 Spielern bestehende Team zum Training.

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