Bürstadt

1. Judo-Club Bürstadt Interdisziplinärer Austausch bei der beliebten Veranstaltung

Rege Teilnahme an Kampfsport-Workshop

Archivartikel

Bürstadt.Die Modern Arnis Gruppe des 1. Judo-Club Bürstadt richteten ihren 24. Kampfsport-Workshop aus. Die Erfolgsserie der regelmäßig stattfindenden Veranstaltung dauert nunmehr seit 2005 an. Was als interdisziplinärer Austausch verschiedener im Verein vertretener Kampfsportarten begann, hat sich in den vergangenen Jahren bis weit übers Ried hinaus entwickelt. Neben der räumlichen Ausweitung der Veranstaltung erweiterte sich gleicherweise auch das Angebot an differierenden Kampfsportstilen. So verwundert es nicht, dass beim 24. Kampfsport-Workshop Trainer aus dem Großraum Stuttgart, Lampertheim und vom 1. Judo-Club Bürstadt Verteidigungstechniken aus dem Filipino Combat System, dem Wing Tsun, dem Modern Arnis und Jiu Jitsu zum Besten gaben.

Der aus Böblingen angereiste Meister Ingo Hutschenreuter unterrichtete die Teilnehmer im Stile des Modern Arnis in Verteidigungskonzepten im Bereich Stock gegen Stock in der Nahdistanz. In der zweiten Trainingseinheit bot der aus Lampertheim kommende Wing-Tsun-Trainer Michael Keller einen Trainingsdrill, bei dem es im Wesentlichen um den Einsatz von Ellenbogentechniken in der Verteidigung ankam. Der bereits bei früheren Veranstaltungen mit von der Partie gewesene Rene Zeller kam aus Ludwigsburg zum 24. Kampfsport Workshop angereist. Er brachte im Stile seiner Kampfkunst Trainingssequenzen aus der Rubrik „Messer bewaffnete Angriffe“ mit. Klaus Schmidt, Trainer der Modern Arnis Gruppe beim 1. Judo-Club Bürstadt und Träger des vierten Dan Jiu Jitsu rundete den Workshop mit Verteidigungskonzepten gegen gegriffene Angriffe aus dem Bereich Jiu Jitsu ab.

So unterschiedlich die Verteidigungstechniken der verschiedenen Stilrichtungen vorgestellt wurden, so wiesen sie doch alle einige elementare Gemeinsamkeiten auf. „Jeder Angriff, egal, ob geschlagen, getreten oder mit Griffkontakt, hat eine ihm eigene Angriffsdynamik. Bei der Selbstverteidigung ist es vorrangiges Ziel, Angriffe unbeschadet zu überstehen und bei der Verteidigungshandlung, sein Gleichgewicht nicht zu verlieren. Nur aus einem stabilen Stand heraus kann nach erfolgreicher Abwehr des Angriffs eine erfolgreiche Verteidigungshandlung eingeleitet werden“, erläutert Klaus Schmidt. Während der größte Teil der Teilnehmer nach dem Workshop müde und mit viel neuem Input ihren Heimweg antrat, nutzten einige die Gunst der Stunde, um sich über die jeweiligen Stile, Vor- und Nachteile aber auch über die elementaren Gemeinsamkeiten auszutauschen.

Mit dieser freundschaftlichen Stimmung endete letztlich der 24. Kampfsport Workshop, der aufgrund seines Erfolges bereits jetzt auf den im Herbst anstehenden 25. Jubiläums-Workshop freuen lässt. red

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