Bürstadt

Respekt verdient

Archivartikel

Martin Schulte zur Arbeit der Bürstädter Verwaltung

Es mag daran liegen, dass Verwaltungschefin Bärbel Schader (CDU) dem gegnerischen politischen Lager angehört: In schöner Regelmäßigkeit kritisieren vor allem die Mitglieder der Oppositionsfraktionen SPD und Grüne die Stadtverwaltung. Und zwar als solche. Ob harsche Worte oder kleine zynische Spitzen, es hat etwas von reflexhafter Routine. Diese Routine ist es, die dem Beobachter schon einen zweiten Blick auf das Geschehen abverlangt – damit er die Ungerechtigkeit und Respektlosigkeit darin erkennt. Gerade in Zeiten wie diesen.

Corona hat auch die Stadtverwaltung in einen Ausnahmezustand versetzt. Und eine Stadtverwaltung ist kein anonymes Etwas. Menschen machen Stadtverwaltung. Mütter und Väter im Homeoffice, weil die Kitas geschlossen sind. Angeschlossene Behörden, die ausgedünnt und kaum erreichbar sind. Bürger, die endlich ins Freibad und wieder Feste feiern wollen. Und Politiker, die etwa ausbleibende Information monieren – obwohl sie sie längst erhalten haben.

Bürstadt wäre die erste und einzige öffentliche Verwaltung auf der Welt, die fehlerfrei arbeitet. Sei’s drum. Vor dem Hintergrund der aktuell überaus angespannten Lage ist es jedoch beachtlich, dass der Laden läuft. Auch eine Verwaltung hat Respekt verdient.

Das musste mal gesagt werden!

 
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