Bürstadt

Schlagerparty Fans genießen Zeitreise in die 70er / Fußballer trauern um ihre Tribüne

Rico Bravo Trio sorgt beim VfR für Stimmung

Bürstadt.Nachdem der selbst ernannte Schlagerkönig der Bergstraße, Rico Bravo, in Bürstadt schon beim Frühlingsmarkt die Markthallenbühne gerockt hatte, hinterließ er nun auf seiner „Ich liebe das Leben“-Tour im Robert-Kölsch-Stadion seine musikalisch-fröhlichen Spuren.

Zum zweiten Mal beim VfR Bürstadt zu Gast trieb der Bergsträßer Hitparadenjäger das Stimmungsbarometer hoch. Getreu seinem Motto „Schlagerwahnsinn“ sorgte er zusammen mit „Onkel Howie“ und „Tante Rosi“ als Rico Bravo Trio für Ausgelassenheit und anhaltende Klatschparaden. Willig riss das Publikum in dem zu einem Biergarten verwandelten Vorplatz des Stadions die Arme in Höhe und sang begeistert mit.

Bravo nahm seine Fans mit renovierten Schlagerklassikern auf eine musikalische Zeitreise in die 70er Jahre mit. Frei nach dem musikalischen Ohrwurm „Ein bisschen Spaß muss sein“ rockte er mit flotten oder zotteligen Auswechselfrisuren, schräg-bunten Klamotten und schwindelerregend hohen Plateauschuhen das Auditorium.

Helfer am Grill und an der Bar

Nicht weniger bunt: „Onkel Howie“ und „Tante Rosi“, die das Repertoire des Entertainers punktgenau ergänzten. Zum Auftakt in die warme Sommernacht hatte nicht nur DJ Reiner mit flotter Musik für eine familiäre Wohlfühl-Atmosphäre gesorgt. Auch die 25 Helfer um Ehrenvorsitzenden Franz Josef Eitge trugen zum Gelingen bei. Es gab Gegrilltes und natürlich gut Gekühltes aus dem Zapfhahn. Auch an der Cocktailbar herrschte lebhaftes Gedränge.

Die Gäste saßen gemütlich unter Zeltdächern oder im Freien. Und man sah nicht nur Fußballfans, sondern viele Mitglieder befreundeter Bürstädter Vereine. Viele VfR-Mitglieder haben noch immer nicht den Abriss ihrer Tribüne und die damit verbundenen Veränderungen rund um ihr Stadion verwunden. Trotzdem sangen sie als stimmgewaltiger Background-Chor bei „Du kannst nicht immer 17 sein“ oder dem Udo-Jürgens-Hit „Mit 66 Jahren“ begeistert mit. Bei seinen Spaziergängen durch das Publikum ließ sich Rico Bravo besonders gerne von seinen weiblichen Fans umarmen und huldigte den Frauen mit Songs wie „Michaela“ oder „Anita“.

In den Pausen sorgte DJ Reiner Jakob – als Stadionsprecher im Moment ohne Anlage – mit weiteren Schlagern aus der Klamottenkiste für einen gleichbleibend hohen Stimmungslevel. Den hob das Schlager-Trio wieder mit dem „Bett im Kornfeld“ – sie nahmen das Publikum mit zu einer Reise: „Theo, wir fahr’n nach Lodz“.

„Sponsoren haben es uns möglich gemacht, Rico Bravo zu verpflichten“, erklärte Franz-Josef Eitge. Die Gewinne aus dem vergnüglichen Sommerabend braucht der VfR für die Erhaltung seines Vereinsheims. Zudem sei die Zukunft des Vereins im geplanten Bildungs- und Sportcampus noch nicht bis in alle Einzelheiten geklärt.

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