Bürstadt

Ortsbeirat Gestaltung der Lärmschutzwand Thema in der Sitzung / Raser machen Ärger

Riedroder kämpfen um Bushaltestelle

Riedrode.Die Bushaltestelle kam zuerst bei der Sitzung des Ortsbeirats in Riedrode, denn diese war bei der Planung von Hessen Mobil (wir berichteten) vergessen worden. Edith Appel-Thomas (SPD) hatte dies noch bei der Informationsveranstaltung der Landesbehörde angesprochen. Laut Karte soll die Haltestelle verlegt werden: Sie soll weg vom Bahnhof ans westliche Ende des Stadtteils kommen. Eingezeichnet wurde sie mit einem Wendehammer am Ende der Straße „Zum Schlinkenwinkel“. So sollen Busse in beide Richtungen ankommen und Fahrgäste aufnehmen können. „Ich finde das an der Stelle unsinnig“, kritisierte Appel-Thomas. „Wer läuft denn die rund 400 Meter aus dem Ort raus?“

Hessen Mobil habe bestätigt, mit dieser Stelle „nicht glücklich“ zu sein. Doch im Ort verkehren noch Schulbus und Stadtbus mit Haltestelle gegenüber vom Bürger- und Milchhaus. Diese könnten um den Brunnen fahren. Das sei jedoch schwierig für einen Gelenkbus. Ortsvorsteherin Kirstin Garb (CDU) meinte, an der neuen Haltestelle bestehe die Möglichkeit, dass der Bus wieder in Richtung Heppenheim fahre. In diese Richtung sind die Riedroder nämlich sprichwörtlich abgehängt.

Bei der Diskussion im Ortsbeirat stellte sich heraus, dass die bisherige Haltestelle auf jeden Fall erhalten werden soll. Eine Idee lautet, diese ans Ende der geplanten Fußgängerbrücke zu legen. „Da haben wir den behindertengerechten Zugang über die Rampe und bräuchten nur für den Bus eine kurze Einfahrt auf der Seite der neuen B 47“, sagte die Ortsvorsteherin. Die Fahrtrichtung nach Heppenheim stimme dann auch.

Beim Thema Lärmschutz wünscht sich die Ortsvorsteherin, dass spezielle Punkte nochmals berechnet werden, die wegen der Entfernung nicht berücksichtigt wurden: unter anderem der Kindergarten und Gebäude in der Neuen Waldstraße. Einig waren sich alle Ortsbeiräte, dass die Einfahrt nach Riedrode aus Richtung Lorsch erhalten bleiben soll. „Sonst sind wir ganz abgeschnitten. Das ist auch für Rettungskräfte wichtig“, fand Edith Appel-Thomas. Erich Standfuß (CDU) betonte, dass die Zufahrt auch für die Landwirtschaft sinnvoll sei.

Ein weiterer Punkt war die Gestaltung der Wand, über die sich Garb Gedanken machte. Sie würde gerne von Hessen Mobil verschiedene Möglichkeiten sehen. „Es macht wenig Sinn, so etwas zu planen, wenn man nichts an der Hand hat“, meinte sie. Appel-Thomas gefällt der Schallschutz entlang die A 6 in Richtung Kaiserslautern: Dieser sei in „Holzoptik“ mit kleinen „Fenstern“ gestaltet. Alle Bürger, die Anmerkungen zur Wand haben, können diese per E-Mail an riedrode@garb-online.de oder direkt an die Stadt mit dem Stichwort „Lärmschutzwand Riedrode“ schicken. „Wir haben noch Zeit. Wenn uns noch etwas einfällt, können wir das anmerken“, so Garb.

Ärger gibt’s noch wegen der Raser im Schlinkenwinkel, wo Schrittgeschwindigkeit gilt. Die Straßenmarkierung mit zehn Stundenkilometern sei inzwischen verblasst. Edith Appel-Thomas fragte, ob die Markierung auf dem Asphalt erneuert werden könnte.

Zudem wurde während der Sitzung bekannt gegeben, dass es am Friedhof einen Kasten gibt für Ankündigungen zu Gottesdiensten und Bestattungen. cid

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